Bislang ist der Frankfurter Energieversorger Mainova recht gut durch die Corona-Krise gekommen.

Bislang ist der Frankfurter Energieversorger Mainova recht gut durch die Corona-Krise gekommen.

Mainova

Das Jahr 2020 war außergewöhnlich für den Frankfurter Energieversorger Mainova. Wohl nie zuvor arbeiteten so viele Mitarbeiter von zu Hause aus. Zeitweise seien es 1200 von insgesamt rund 2700 gewesen, verriet Vorstandschef Constantin Alsheimer im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ").

Deutlich schlechter als sonst ist es dem Energieversorger allerdings offenbar nicht ergangen. "Wir sind in einer relativ guten Situation", sagte Alsheimer dem Blatt. Er hoffe, "ein Ergebnis ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2019 zu erreichen". Damals stand am Ende ein bereinigtes Ergebnis von um die 130 Millionen Euro, bei 2,3 Milliarden Euro Umsatz.

Großkunden verbrauchen weniger Strom

Es ist nicht so, als sei die Corona-Krise spurlos an Mainova vorbeigegangen. "Wir sehen einen Rückgang der verkauften Mengen", berichtete Alsheimer der "FAZ".

Gerade bei Großkunden wie dem Flughafen, der Messe, der Hotellerie und der Gastronomie sei 2020 weniger Strom verbraucht worden. Auch der Wasserverbrauch sei gesunken, was wiederum eine Folge der vermehrten Arbeit im Homeoffice sei.

Gewinner Erzeugung und Fernwärme

Trotzdem erzielte Mainova schon im ersten Halbjahr 2020 ein Ergebnis von knapp 70 Millionen Euro. Verantwortlich für diese guten Zahlen waren vor allem die Segmente Erzeugung und Fernwärme. (Die ZfK berichtete.)

Dazu komme ein Sondereffekt durch den Verkauf der Mainova-Antaile an der Gas-Union, erklärte Alsheimer. Der Energieversorger war mit 34,3 Prozent bis vor Kurzem größter Anteilseigner des Erdgas-Großhändlers. Inzwischen hat der Leipziger Unternehmensverbund VNG die Firma übernommen. (Die ZfK berichtete.)

"Druck wird hoch bleiben"

Alles in allem scheint Mainova die Corona-Krise laut Alsheimer also bislang gut bewältigt zu haben. Und was erwartet der Vorstandschef vom neuen Jahr?

"Der Druck im Wettbewerb um neue Kunden wird hoch bleiben, außerdem könnte es natürlich zu Forderungsausfällen kommen, wenn als Folge der Pandemie Gewerbekunden in Schwierigkeiten geraten", sagte er der "FAZ." "Aber wir blicken grundsätzlich positiv nach vorn." (ab)

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