EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever (l.) und Olaf Kieser blicken auf ein gutes Jahresergebnis 2025 zurück.

EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever (l.) und Olaf Kieser blicken auf ein gutes Jahresergebnis 2025 zurück.

Bild: @ EAM

Der kommunale Regionalversorger EAM sieht sich nach eigenen Angaben auch im Geschäftsjahr 2025 "auf Erfolgskurs": Die Gruppe weist Umsatzerlöse von rund 1,35 Milliarden Euro aus, der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens EAM lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 54 Millionen Euro.

Die Herausforderungen in den Jahren 2025 und 2026 seien dabei vor allem operativer Natur, hieß es aus Kassel. Der Zubau von Photovoltaik und Windenergie erhöhe den Druck auf die Netzinfrastruktur – und damit den Investitions- und Modernisierungsbedarf. So hatte EAM 2025 nach eigenen Angaben knapp 15.000 EEG-Anlagen neu ans eigene Netz angeschlossen; insgesamt seien inzwischen fast 120.000 EEG-Anlagen im EAM-Netz integriert. Entsprechend investiere das Unternehmen "kontinuierlich in eine effiziente und intelligente Netzinfrastruktur", heißt es.

Entsprechend hoch fallen die Budgets dafür aus: 2025 investierte EAM 161 Millionen Euro – "ein neuer Rekord", wie das Unternehmen betont. Mehr als zwei Drittel der Summe seien in Erhalt, Ausbau und Modernisierung der eigenen Energienetze geflossen, "maßgeblich in das Stromnetz". Für 2026 plant der Regionalversorger Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro.

Geopolitische Risiken prägen 2026

Auch sei das laufende Geschäftsjahr von geopolitischen Krisen und Risiken geprägt. "Der Irankrieg hat uns noch einmal deutlich gezeigt, dass wir in unserer Energieversorgung etwas ändern müssen", sagte der Vorsitzende der EAM-Geschäftsführung Olaf Kieser. Er betonte dabei die Bedeutung der eigenen Energieerzeugung. Die Erneuerbaren würden die Abhängigkeiten von unsicheren Energieimporten reduzieren – und stützten damit die Investitionsoffensive.

Laut EAM sollen 2026 die Windparks Hopfenberg (Landkreis Marburg-Biedenkopf) und Reinhardswald (Landkreis Kassel) in Betrieb gehen. Zusammen würden die insgesamt 22 Windenergieanlagen jährlich etwa 350 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, sagte Kieser. Zudem würden Genehmigungen für weitere Projekte vorliegen, die voraussichtlich im nächsten Jahr ans Netz gehen sollen.

Kommunale Partnerschaften

Auch die Entwicklung der Gesellschaft "EAM EnergiewendePartner GmbH (EWP)" verläuft nach Unternehmensangaben positiv. Mittlerweile ist die EWP auf 51 Gesellschafter angewachsen – darunter vier Landkreise, zwei Verbandsgemeinden, eine Samtgemeinde, ein Abwasserverband sowie 43 Städte und Gemeinden. Weitere stünden in den Startlöchern. Die meisten Kommunen gehen die EWP-Kooperation nach dem Beitritt als mehrjährige Partnerschaft ein.

Auf Basis einer umfangreichen Analyse der Ist-Situation würden die Partner ein individuell auf die Kommune ausgerichtetes Energiewendekonzept entwickeln, mit einem klaren Fokus auf CO2-Reduktion beziehungsweise CO2-freie Lösungen im Energiebereich.

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