Die Ratsversammlung von Schleswig hat am vergangenen Montag mit einem einstimmigen Votum den Weg frei gemacht für die geplante Allianz ihrer Stadtwerke mit den benachbarten Kommunalversorgern aus Rendsburg und Eckernförde. Dies berichtet die "Schleswig-Holsteinische Zeitung". Um die Kräfte zu bündeln und Synergien zu heben, sollen die rund 480 Mitarbeiter der drei Stadtwerke ab 2020 in die neu zu gründende Stadtwerke SH & Co. KG überführt werden. Die Räte von Rendsburg und Eckernförde stimmen über das Projekt am Donnerstag (14. November) ab, am Tag darauf sollen die Verträge unterzeichnet werden.
Das neue Unternehmen soll rund 75.000 Kunden versorgen, der Jahresumsatz liegt bei rund 180 Mio. Euro. Das besondere an dem Modell ist, dass jedes der einzelnen Stadtwerke bestehen bleibt, die Anlagen und Netze werden weiterhin dem jeweiligen Kommunalversorger respektive der jeweiligen Kommune gehören. Die Vorbereitungen für das Großprojekt dauerten dreieinhalb Jahre.
Kundenverträge bleiben bestehen
Durch die Allianz sollen die drei Stadtwerke, unter anderem bei Themen wie Ladesäulenausbau, Wärmeversorgung und Digitalisierung voneinander profitieren. Auch mit Blick auf den Fachkräftemangel erhofft man sich von der umfassenden Kooperation einige positive Impulse. Die Kundenverträge laufen weiter. Jedes Stadtwerk wird als Gründungskapital eine Million Euro in die Stadtwerke SH GmbH & Co. KG einbringen. (hoe)
