Drei Stadtwerke in Schleswig-Holstein gehen eine Kooperation ein, wie die ZfK berichtete. Eckernförde, Rendsburg und Schleswig sind die Kooperationspartner, und hier hofft man auf einen kostengünstigeren Betrieb sowie die Hebung von Synergien. Die Kieler Nachrichten (KN) zitieren dazu den Bürgermeister der Stadt Eckernförde, Jörg Sibbel, wie folgt: „Die eigenen Stadtwerke bleiben erhalten.“ Das betreffe sowohl die Aufsichtsräte als auch die Anlagevermögen und die Entscheidungskompetenz der Städte über die Gewinnverwendung.
Alle drei Stadtwerke sollen also, da sind sich die KN sicher, eigenständig bleiben. Für die Betriebsführung würden sie ein gemeinsames Tochterunternehmen gründen und beauftragen. Da die Versorger den Kommunen gehören, wird dies eine rein kommunale Kooperationsgesellschaft sein. „Wichtig ist für uns, dass die Belegschaft dahinter steht“, sagte Sibbel der Zeitung. Nach seinen Angaben wird die Zusammenarbeit vom Betriebsrat unterstützt.
Einsparpotenzial von jährlich 2,5 Mio. Euro
Die Vorbereitung für die neue Kooperationsgesellschaft tragen nach Angaben der KN den Arbeitstitel „Allianz“. Die Verträge sind laut Sibbel inzwischen erarbeitet. Die drei Stadtwerke sollen demnach zu jeweils einem Drittel an dem neuen Unternehmen beteiligt werden. Die Städte bringen pro Kommune eine Million Euro als Gründungskapital ein. Nach Angaben der KN werden durch die Kooperation pro Jahr Einsparungen von insgesamt 2,5 Millionen Euro für die beteiligten Stadtwerke erwartet.
Um dies zu erreichen, sollen Aufgaben insbesondere in der Verwaltung gebündelt werden. Das neue Unternehmen der drei kommunalen Energieversorger wird 420 bis 450 Mitarbeiter beschäftigen. Das Geschäftsjahr 2018 hatten die Eckernförder Stadtwerke mit einem Überschuss von 770.000 Euro abgeschlossen. Die Stadt hatte beschlossen, mit diesem Geld das Eigenkapital ihrer 100-prozentigen Tochter zu stärken mit Blick auf kommende Herausforderungen wie Hafensanierung und Hochwasserschutz. (sig, mit Material der KN)
