Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil erneuerbarer Energien aus Sonne, Wind und Biomasse am Strom von derzeit etwa 38 Prozent bis zum Jahr 2030 auf 65 Prozent zu steigern.

Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil erneuerbarer Energien aus Sonne, Wind und Biomasse am Strom von derzeit etwa 38 Prozent bis zum Jahr 2030 auf 65 Prozent zu steigern.

Bild: © Arnulf Stoffel/dpa

Strom aus regionaler Windkraft statt aus zertifizierter Wasserkraft: Die Stadtwerke Kiel beliefern ihre Ökostromkunden (Tarif „Strom Natur“) ab sofort nur noch mit Energie, die zu 100 Prozent aus regionaler Windkraft stammt. Bezogen wird der regenerativ erzeugte Strom laut einem Stadtwerkesprecher über einen Dienstleister, dieser bezieht die Energie aus Anlagen in Schleswig-Holstein. "Die Gesellschaft fragt immer mehr nach Regionalität, diesem Trend wollen wir Rechnung tragen. Als lokaler Energieversorger wollen wir lokale Energieprodukte anbieten“, so der Sprecher. Die Zahl der Ökostromkunden bewege sich im mittleren vierstelligen Bereich. „Von der neuen regionalen Produktausprägung erhoffen wir uns einen Wachstumsschub“, heißt es.

Kunden, die sich für "StromNatur" entscheiden, unterstützen zudem den großflächigen Ausbau von „Bienenwiesen“. Aktuell entstehen die ersten vier Hektar. "Für jede verbrauchte Kilowattstunde StromNatur fließen 0,6 Cent in unseren Umweltfonds. Aus ihm finanzieren wir landesweit Projekte, die sich dem Umweltschutz widmen. Und der muss regional beginnen, um am Ende global zu wirken", teilt Frank Meier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Kiel AG, mit. Neben Initiativen, die schon seit Jahren von den Stadtwerken Kiel unterstützt werden, fokussiert sich der Energieversorger jetzt auf ein weiteres konkretes Projekt. Mit der Aktion „Blühende Bienenwiesen“ sollen möglichst große landwirtschaftliche Kulturflächen Schleswig-Holsteins, die bislang intensiv bewirtschaftet wurden, mit Hilfe der finanziellen Mittel aus dem Umweltfonds in sogenannte Bienenwiesen verwandelt werden.

Die erste Fläche entsteht auf vier Hektar in Felde direkt am Westensee auf dem Land von Martin Engel. „Das Projekt „Blühende Bienenwiesen“ ist eine tolle Chance für uns Landwirte, der Natur ein Stück zurückzugeben und dem Bienensterben entgegenzuwirken“, erklärt Engel. „Im ersten Schritt wollen wir Blühflächen auf rund zehn Hektar in der Region anlegen und so zum Erhalt der Bienen- und Insektenvielfalt beitragen. Auch den Singvögeln und Kleintieren geben wir wichtigen Lebensraum zurück. Unser Ziel: Die Bienenwiesen sollen immer weiter wachsen“, so Meier. (hoe)

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