Die noch jungen Stadtwerke Nordfriesland steigen in die Vermarktung von lokalem Windstrom ein. Den Strom aus den beiden Bürgerwindparks „Leckeng“ und „Schnatebüll“ bietet der Energieversorger nun als „Karrharder Möhlenstrom“ an. Mit dem neuen Produkt hätten alle Kunden so die Möglichkeit, vor Ort erzeugten Strom zu beziehen – auch die Windpark-Eigner, heißt es in der Pressemitteilung. Von jeder gelieferten Kilowattstunde wird zudem ein Teil der Einnahmen aus den Windanlagen ausgeschüttet, Eigentümer der Anlagen sind über 1000 Gesellschafter aus der Region.
„Zentrale Herausforderung war, den volatil erzeugten Strom zu unterschiedlichen Marktpreisen zu einem Endkundenprodukt ohne unterjährige Preisschwankungen werden zu lassen“, sagt Jan Schulz, Geschäftsführer der Stadtwerke Nordfriesland. „Viele Kunden warten auf so ein echtes regionales Stromprodukt. Diese Nachfragen können wir nun bedienen“, ergänzte Colin Wulff, Vertriebsleiter bei den Stadtwerken. Schon im Vorfeld hatten sich 150 Interessenten auf eine Warteliste für den Möhlenstrom setzen lassen.
15 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 44,3 MW
Die beiden Bürgerwindparks umfassen 15 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 44,3 MW. Das reicht, um 30.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Der Strom wird direkt in das Netz der Stadtwerke eingespeist. Die Stadtwerke Nordfriesland waren im Juni vergangenen Jahres neu gegründet worden und sind ein Verbund der Stadt- und Gemeindewerke Leck, Niebüll und Bredstedt. (hoe)
