Die Thüga-Tochter Syneco Trading übernimmt das Handelsteam des Regionalversorgers Energie Eins in Sachsen, das auch die Sparten Vertriebsbeschaffung, Erzeugungsvermarktung und Energielogistik umfasst. Das kündigten beide Unternehmen in einer Pressemitteilung an.
Demnach beteiligt sich Eins im Gegenzug mit zehn Prozent an der Syneco. Der Zusammenschluss soll vorbehaltlich der Freigabe durch die zuständige Kartellbehörde zum 1. Juli erfolgen. Eins gehört zur Thüga-Gruppe, die etwa 100 kommunale Unternehmen umfasst. Die Thüga hält 39,9 Prozent der Eins-Anteile.
25 Eins-Energie-Mitarbeiter betroffen
Betroffen sind 25 Eins-Mitarbeiter am Standort Chemnitz. Sie alle will Syneco übernehmen. Auch am Standort will die Thüga-Tochter festhalten. Die Syneco selbst sitzt in München.
"Indem wir unsere Handelsaktivitäten in die Syneco einbringen, können wir uns auf unser Kerngeschäft fokussieren, von den Kosteneinsparungen profitieren und zugleich die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Trading-Bereich sichern", lässt sich Roland Warner, Vorsitzender der Eins-Geschäftsführung, zitieren.
Mehr als 4 Mrd. Euro Umsatz
Matthias Cord, stellvertretender Vorsitzender des Thüga-Vorstands wiederum begründet den Zusammenschluss mit wachsenden Herausforderungen im Energiemarkt. "Mit der Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen können Servicekosten signifikant reduziert und gleichzeitig Innovationen zügiger zur Marktreife entwickelt werden."
Laut Website hatte Syneco zuletzt etwa 60 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2020 lag der Umsatz des Unternehmens bei mehr als vier Milliarden Euro. (ab)
