Thermondo will seine Mehrheitsbeteiligung abgeben.

Thermondo will seine Mehrheitsbeteiligung abgeben.

Bild: © Thermondo

Thermondo verkauft ab sofort keine Ölheizungen mehr. Damit kommt der Heizungsinstallateur dem geplanten Inkrafttreten des neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab 2024 zuvor. Mit der anhaltenden Diskussion um die GEG-Reform sei auch die Nachfrage nach Ölanlagen noch einmal gestiegen, wie Thermondo mitteilt.

Philipp Pausder, Gründer und CEO von thermondo, kommentiert die Entscheidung: "Die Wärmewende muss weiter Fahrt aufnehmen: Fossile Energieträger sind ein Auslaufmodell. Jetzt noch schnell eine Ölheizung einzubauen, die dann 20 Jahre tonnenweise CO2 produziert, ist weder ökologisch noch finanziell sinnvoll".

Bestellte Anlagen werden noch verbaut

Thermondo setze laut Pausder deshalb eine klare Verpflichtung für klimafreundliche Wärme und verabschieden sich vom Heizöl. Jede neu eingebaute Ölheizung habe laut der Pressemitteilung langfristig negative Auswirkungen auf die Umwelt. Jede Kilowattstunde Heizöl stößt etwa 266 Gramm CO2 aus - bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 KWh sind das rund 5,3 Tonnen pro Jahr. Deshalb hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, Ölheizungen mit "sofortiger Wirkung aus dem Produktportfolio zu nehmen". Bestellte Anlagen werden in den nächsten Wochen aber noch verbaut.(gun)

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