Bislang erreicht keine Solarzelle der Welt einen Wirkungsgrad von 50 Prozent oder mehr, das wollen Forschende des Fraunhofer ISE ändern, jetzt ist ihnen ein Durchbruch gelungen.

Bislang erreicht keine Solarzelle der Welt einen Wirkungsgrad von 50 Prozent oder mehr, das wollen Forschende des Fraunhofer ISE ändern, jetzt ist ihnen ein Durchbruch gelungen.

Bild: © dieterjaeschkephotos/adobe.stock

Im Waldgebiet bei Külsheim im Main-Tauber-Kreis (Baden-Württemberg) befindet sich die Solar-Freiflächenanlage Gickelfeld im Bau, Teil des größten deutschen Solarparks "Tauberlandpark". Mit mehr als 320.000 Solarmodulen und einer installierten Leistung von 38 MWp wird die Anlage jährlich rund 38.000 MWh sauberen Strom erzeugen. Damit auch kleinere und mittlere Stadtwerke die Möglichkeit haben, den erneuerbaren Strom in ihre Portfolien zu integrieren und ihren Kunden ein Ökostrom-Produkt anzubieten, haben Unternehmen der Thüga-Gruppe gemeinsam ein finanzierungsfähiges und skalierbares PPA-Liefermodell (Power Purchase Agreement) entwickelt, wie die Thüga mitteilt.

An diesem richtungsweisenden Modell sind demnach die Thüga Erneuerbare Energien als Solarpark-Betreiber, Syneco als Direktvermarkter und Prozessdienstleister sowie sechs Stadtwerke aus der Thüga-Gruppe beteiligt, die den dezentral erzeugten Ökostrom an ihre Kunden vertreiben.

"Mit diesem PPA-Modell können nun auch kleinere und mittlere Stadtwerke gemeinsam mit Syneco ohne großen Ressourcenaufwand als Vertragspartner gegenüber EE-Erzeugern auftreten", erklärt Sebastian Stiefel von Syneco Trading. "Somit können sie für ihre Kunden Wind- und Solarenergie, etwa aus dezentralen Anlagen, in für sie passenden Größenordnungen einkaufen."

Syneco übernimmt Dienstleistungen

Syneco wickelt als Aggregator alle zentralen Aufgaben rund um die PPAs ab. Gemeinsam mit dem Solarpark-Betreiber Thüga Erneuerbare Energien schließt die Thüga-Tochter einen zehnjährigen Vertrag mit Festpreisvergütung für die gesamte Strommenge sowie der Grünstromeigenschaften, beginnend ab 2024.

Individuelle PPAs wurden demnach mit den sechs Energieversorgern aus der Thüga-Gruppe über die von ihnen gewünschten Strommengen abgeschlossen, die gebündelt der erzeugten und an Syneco gelieferten Gesamtmenge des Solarparks entsprechen. Syneco übernimmt dabei für die Vertragspartner alle relevanten Dienstleistungen, von Erzeugungsprognosen und Fahrplan- und Bilanzkreismanagement bis hin zur Übermittlung der Herkunftsnachweise an die Stadtwerke und Abrechnung, sowie die Erfüllung von regulatorischen Aufgaben wie Redispatch 2.0 und REMIT.

Sechs Partner

An dem Modellprojekt sind die Badenova aus Freiburg im Breisgau, das Stadtwerk Tauberfranken, Thüga Energie, die Stadtwerke Wertheim, die Stadtwerke Neuss Energie und Wasser und energie schwaben als Partner beteiligt.

Syneco ist das Energiehandelsunternehmen unter der Dachmarke Thüga Solutions. Nach eigenen Angaben unterstützt das Unternehmen kommunale und mittelständische Energieversorger bei der Energiebeschaffung und -vermarktung. (jk)

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