Eine gemeinsame Leitstelle soll die Personalplanung vereinfachen. (Symbolbild)

Eine gemeinsame Leitstelle soll die Personalplanung vereinfachen. (Symbolbild)

Bild: © Dusanpetkovic1/AdobeStock

Die Stadtwerke Velbert und die Stadtwerke Ratingen aus Nordrhein-Westfalen wollen eine gemeinsame Leitstelle aufbauen. Die Rheinisch-Bergische Verbundleitstelle soll sich künftig um die Überwachung der beiden Verteilnetzte kümmern.

Wir bündeln Kompetenzen.

Jens Schmidt

Geschäftsführer der Stadtwerke Ratingen

"Mit der Verbundleitstelle stellen wir die Weichen für die Zukunft", sagt Jens Schmidt, Geschäftsführer der Stadtwerke Ratingen. "Wir bündeln Kompetenzen und schaffen die Voraussetzungen, um den steigenden Anforderungen an den Betrieb kritischer Infrastrukturen auch langfristig gerecht zu werden." Die Verbindung von regionaler Nähe und interkommunaler Zusammenarbeit mache die besondere Stärke dieses Projekts aus.

Kooperation auf Augenhöhe

Sowohl die Stadtwerke Ratingen als auch die Stadtwerke Velbert betreiben heute ihre eigenen Netzleitstellen im 24/7-Betrieb. "Durch die hälftige Partnerschaft sichern wir nicht nur langfristig unsere regionale Netzkompetenz und schaffen mehr Flexibilität", erklärt Saša Vasković, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Velbert, "sondern garantieren auch durch den effizienten Einsatz unseres Fachpersonals eine zukunftssichere und zuverlässige Energieversorgung für unsere Region."

Tobias Grau (l.) und Saša Vasković leiten die Stadtwerke Velbert.Bild: Stadtwerke Velbert

Zu den wesentlichen Zielen gehören demnach die zuverlässige und zukunftssichere Besetzung der Verbundleitstelle durch eine gemeinsame Nutzung von Fachpersonal, mehr Flexibilität bei Nacht-, Wochenend- und Rufbereitschaftsdiensten und die langfristige Sicherung regionaler Netzführungskompetenz. Zudem will man zusätzlicher Kapazitäten zur Bearbeitung neuer regulatorischer Anforderungen und Aufgaben der Energiewende schaffen und wirtschaftliche Vorteile durch die gemeinsame Beschaffung und den gemeinsamen Betrieb eines Netzleitsystem erzielen.

Start in 2027

Die Gründung der gemeinsamen Gesellschaft ist derzeit für das kommende Jahr vorgesehen. Bis dahin sind laut den Stadtwerken noch verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen, insbesondere die erforderlichen Zustimmungen der zuständigen kommunalen Gremien sowie der Kommunalaufsicht. Parallel dazu liefen bereits die Vorbereitungen für die Ausschreibung und Beschaffung eines gemeinsamen Netzleitsystems, das die technische Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit bilden wird.

Die gemeinsame Netzführungsgesellschaft soll von beiden Stadtwerken zu gleichen Teilen getragen werden. Wesentliche Entscheidungen sollen dann einvernehmlich beziehungsweise einstimmig getroffen werden. Die Verantwortung als Netzbetreiber verbleibe dabei weiterhin bei den jeweiligen Stadtwerken; die gemeinsame Gesellschaft übernimmt die Netzführung als Dienstleistung.

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