An der Spitze der Stadtwerke-Kooperation Trianel: Sven Becker (l.) und Oliver Runte.

An der Spitze der Stadtwerke-Kooperation Trianel: Sven Becker (l.) und Oliver Runte.

Bild:© Trianel

Gute Ergebnisse im Kerngeschäft Handel und Beschaffung sowie Erfolge bei der Projektentwicklung haben der Stadtwerke-Kooperation Trianel 2019 einen Gewinnschub beschert. Auch für das laufende Geschäftsjahr verbreitet das Management Optimismus. "Wir sind gut durch das erste Halbjahr gekommen", sagte Sven Becker, Sprecher der Trianel-Geschäftsführung, am Freitag auf der erstmals digital abgehaltenen Jahrespressekonferenz. Dies solle trotz der Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten auch so weitergehen. 

Im vergangenen Geschäftsjahr 2019 konnten die Früchte einer neuen Kosten- und Organisationsstruktur geerntet werden. Das Jahresergebnis vor Steuern kletterte auf 6,7 Mio. von zuvor 2,4 Mio. Euro. Den vor allem mit dem Kohleausstieg verbundenen Unsicherheiten wird mit einer auf 4,8 Mio. Euro leicht erhöhten Risikovorsorge Rechnung getragen. Für die 57 Trianel-Gesellschafter gibt es eine Gewinnausschüttung von insgesamt 4,1 Mio. Euro und eine Erhöhung des Eigenkapitals um 6,7 Prozent auf 93,5 Mio. Euro.

Leichtes Wachstum in der Direktvermarktung erwartet

Das Umsatzvolumen fiel um 15 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro. Man fokussiere nicht auf Menge, sondern "ganz auf Prozessexzellenz und Kosteneffizienz im Handel", sagte Trianel-Geschäftsführer Oliver Runte. In der Direktvermarktung wurde die Konsolidierung fortgesetzt und das Direktvermarktungsportfolio auf 2.500 Megawatt (MW) reduziert. "Auf der neuen Basis gehen wir nun wieder von einem leichten Wachstum in der Direktvermarktung aus", erklärte Runte. 

Auch das Projektgeschäft sieht das Trianel-Führungsduo auf gutem Weg. Die 2018 gegründete Tochter Trianel Energieprojekte habe bereits wesentlich zum Ergebnis beigetragen. Gemeinsam mit der Trianel Erneuerbare Energien (TEE) und der Trianel Onshore Windkraftwerke konnte das kommunale Erneuerbaren-Portfolio an Land auf über 300 MW ausgebaut werden, so Becker. Um die Entwicklung kommunaler Erneuerbaren-Projekte fortzusetzen, werde Ende 2020 eine Nachfolgegesellschaft der TEE gegründet, die Trianel Wind und Solar (TWS). 

Intrady-Handel und die Prognoseoptimierung im Fokus

Neben dem Schwerpunkt Erneuerbare stehen auch die Stichworte "Synchronisation" und "Digitalisierung" auf der Agenda der künftigen strategischen Ausrichtung. So sollen der Intrady-Handel und die Prognoseoptimierung vorangetrieben werden. Weitere Themen sind die Weiterentwicklung des Trianel-Desk, Algo-Trading sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. (hil) 

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper