Veolia stellt den Betrieb des Biomassekrakraftwerks Zapfendorf ein.

Veolia stellt den Betrieb des Biomassekrakraftwerks Zapfendorf ein.

Bild: © Veolia

Der Umweltdienstleister Veolia hat die Schließung seines Biomassekraftwerks im bayerischen Zapfendorf zum Jahresende beschlossen. Nach sofortiger Prüfung aller Optionen stehe fest, dass ein wirtschaftlicher Betrieb des Standortes unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht länger möglich sei, teilte das Unternehmen mit.

"Unser Ziel war es, den Standort zukunftsfähig zu gestalten und einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung in der Region zu leisten", sagte Pascal Jahn, Niederlassungsleiter von Veolia.

Notwendigkeit einer Umrüstung

Dafür wäre eine technische Umrüstung des Kraftwerks zu einem Heizkraftwerk nötig gewesen. In Zeiten des Wärmeplanungs- und Gebäudeenergiegesetztes hätte dies exakt den übergeordneten politischen Zielen entsprochen, führte er weiter aus. Veränderte Marktbedingungen würden nämlich führen, dass sich zukünftig nur die effizientesten und möglichst flexiblen Kraftwerke durchsetzen würden, wobei auch die thermische Verwertung von Altholz weiterhin eine nicht unbedeutende Rolle spielen würde, sagte Jahn.

Angesichts der sich verändernden Marktbedingungen und regulatorischen Anforderungen im Bereich der Holzverwertung, wäre ein wichtiger Aspekt für die zukünftige Wirtschaftlich- und Nachhaltigkeit des Standorts die Errichtung eines Nahwärmenetzes und der Verkauf von Wärme gewesen.

Keine Einigung beim Bebauuungsplan

Trotz intensiver Bemühungen und Gespräche mit allen beteiligten Parteien konnte allerdings keine Mehrheit für eine Anpassung des bestehenden Bebauungsplans gefunden werden. Durch diesen Umstand wäre der Betrieb allerdings auf die ausschließliche Nutzung von Altholz als Brennholz begrenzt.

Mit der Einstellung des Kraftwerksbetriebs am Standort Zapfendorf verliere der süddeutsche Raum nun eine zuverlässige und vor allem bei Bau- und Abbruchunternehmen anerkannte Anlaufstelle zur Verwertung hoch belasteter Altholzsortimente, kritisierte Jahn. (am)

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