Das Versorgungsgebiet der Wemag Netz umfasst Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 2,8 Gigawatt am Netz.

Das Versorgungsgebiet der Wemag Netz umfasst Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 2,8 Gigawatt am Netz.

Bild: © Wemag/Stephan Rudolph-Kramer

Der mecklenburgische Verteilnetzbetreiber Wemag Netz senkt zum Jahresbeginn die Netzentgelte je nach Spannungsebene um bis zu 60 Prozent. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 kWh im Jahr liegen sie dann bei 9,47 Cent pro kWh statt zuvor 15,50 Cent pro kWh im Jahr 2024. 

Die Netzentgelte machen im Haushaltskundenbereich rund ein Viertel des Preises aus. Hintergrund für die signifikante Anpassung der Entgelte ist eine Neugestaltung der Kostenverteilung für den Ausbau erneuerbarer Energien. Mit dieser Regelung will die Bundesnetzagentur die Lasten zukünftig bundesweit gerechter verteilen. Für diese Reform hatte sich nach eigenen Angaben auch die Wemag Netz über einen längeren Zeitraum stark gemacht.

EE-Anlagen von knapp drei Gigawatt am Netz

"Dies ist ein entscheidender Erfolg für unsere Region, die bereits heute weit mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, als wir selbst verbrauchen können", betont Sebastian Winter, Geschäftsführer des Verteilnetzbetreibers. Er sprach von einem "wichtigen Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit der Region".

Aktuell sind im Versorgungsgebiet der Wemag Netz, das Westmecklenburg und Teile von Brandenburg umfasst, Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 2,8 Gigawatt am Netz. 

Um die Energiewende auch künftig mitzugestalten, plant das Unternehmen auch in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in die Modernisierung der Netzinfrastruktur. Über die nächsten zehn Jahre sind Investitionen in das Verteilnetz von 1,2 Milliarden Euro vorgesehen, um die zuverlässige Stromversorgung in der Region sicherzustellen. (hoe)

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