Das Verwaltungsgebäude der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen in Nordrhein-Westfalen.

Das Verwaltungsgebäude der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen in Nordrhein-Westfalen.

Bild: © GSW

Daten von Kundinnen und Kunden der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen (GSW) wurden nach dem Cyberangriff auf die IT-Systeme des Unternehmens für kurze Zeit im Darknet zur Verfügung gestellt. Nach aktuellem Kenntnisstand könnten vor allem ältere Datensicherungen aus dem Jahr 2019 und teilweise aus dem Jahr 2017 betroffen sein, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nach dem Cyberangriff vom Ende Juni gibt es neue Erkenntnisse. Die bisherigen forensischen Untersuchungen hatten ergeben, dass keine Kundendaten betroffen sind. Neueste Erkenntnisse der ermittelnden Behörden zeigen allerdings, dass Kriminelle durch den Cyberangriff auf die IT-Systeme der GSW auch Zugriff auf Kundendaten erlangten.

Aktuell gebe es keine Hinweise darauf, dass die betroffenen Kundendaten veröffentlicht, weitergegeben oder missbräuchlich verwendet wurden, heißt es weiter.

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Welche Daten betroffen sein könnten

"Die Aufklärung des Vorfalls und unsere Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Wir arbeiten dafür weiter intensiv und in enger Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden und externen IT-Sicherheitsexperten zusammen. Die Aufarbeitung des Vorfalls und der Schutz der Daten unserer Kunden haben höchste Priorität", erklärt GSW-Geschäftsführer Alexander Loipfinger.

Nach aktuellem Kenntnisstand könnten vor allem Personen- und Kontaktdaten wie Name und Vorname, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer betroffen sein. Möglich ist demnach auch, dass Kunden- und Vertragsdaten wie Tarif und Kundennummer sowie Bankverbindungsdaten wie IBAN und Kontoinhaber betroffen sind.

Die Verantwortlichen der GSW empfehlen eine erhöhte Wachsamkeit und die regelmäßige Überprüfung der Kontobewegungen. Bei Auffälligkeiten sollten Kunden direkt mit ihrer Bank Kontakt aufnehmen.

Die Gemeinschaftsstadtwerke aus Nordrhein-Westfalen wollen transparent mit dem Datenschutzvorfall umgehen und ihre Kundinnen und Kunden in den nächsten Tagen mit einem persönlichen Schreiben über die Risiken und Handlungsempfehlungen informieren. Bei Fragen können sich Kundinnen und Kunden per E-Mail an datenschutz@gsw-kamen.de wenden. Von telefonischen Anfragen bittet die GSW abzusehen, da die Kundenbetreuer am Telefon keine weiteren Auskünfte zu personenbezogenen Daten geben können.

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