Roboter können im Unternehmen regelbasierte Abläufe übernehmen, die bei den Mitarbeitern unbeliebt sind.

Roboter können im Unternehmen regelbasierte Abläufe übernehmen, die bei den Mitarbeitern unbeliebt sind.

Bild: © WrightStudio/AdobeStock

Der Bundesverband der Energiemarktdienstleister (BEMD) hat im Rahmen seiner Arbeitsgruppe "Innovationen" Trends und Entwicklungen im Bereich Robotic Process Automation (RPA) untersucht. Dazu wurde eine Kurzumfrage gestartet, die sich mit  Fragen zu Umsetzungsplänen, neu entstehenden Arbeitsplätzen und benötigten Ressourcen im Zusammenhang mit RPA sowie möglichen Alternativen und Folgeschritten beschäftigte.
 

RPA: die Umfrage im Detail

Alle Teilnehmenden gaben an, dass sie sich in ihrem Haus schon mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Bei etwa 35 Prozent der Befragten wurden bereits mehr als zehn Prozesse mit RPA optimiert, bei 46 Prozent mindestens ein bis zehn Prozesse. Bereits ein Drittel der Befragten bietet RPA aktiv als externe Dienstleistung an. Darüber hinausgehend sind konkrete Pläne für RPA bei 87 Prozent aktuell bereits in der Umsetzung, bei den restlichen 13 Prozent soll diese in den kommenden Monaten erfolgen.
 
Dabei planen etwa zwei Drittel, neue Stellen in ihren Unternehmen für die interne Umsetzung auszuschreiben. In 32 Prozent der Fälle wurden außerdem bereits ein bis zwei Vollzeitäquivalente geschaffen, in 39 Prozent der Fälle drei bis fünf und etwa vier Prozent der Teilnehmenden gaben an, dass in ihren Unternehmen bereits mehr als fünf Vollzeitäquivalente entstanden sind. 

Mehrheit erwartet deutlich höhere Prozesseffizienz

Währenddessen erwartet die Mehrheit der Befragten deutlich höhere Prozesseffizienzgrade durch den Einsatz von RPA für den Markt. Knapp die Hälfte der Teilnehmenden vermutet zum Beispiel, dass die Prozesseffizienz um 60 bis 80 Prozent steigen wird. Als entscheidende Voraussetzung für RPA werden strukturierte Daten genannt. Eine noch höhere Effizienz kann durch Kombination von RPA und anderen Automationstechnologien (von OCR bis zu KI) erreicht werden, so die Meinung der Teilnehmer.
 
Auf Basis der BEMD-internen Ergebnisse wird derzeit eine zweite, umfangreichere Befragung für die Energiewirtschaft, vor allem bei Energieversorgungsunternehmen, vorbereitet, teilte der Verband mit. (sg)

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