Häufig sind es aber auch Mitarbeiter, die auf der anderen Seite dafür sorgen, dass kriminelle Handlungen aufgedeckt werden. Sechs von zehn betroffenen Unternehmen (62 Prozent) sind so erstmals auf Angriffe aufmerksam geworden.

Häufig sind es aber auch Mitarbeiter, die auf der anderen Seite dafür sorgen, dass kriminelle Handlungen aufgedeckt werden. Sechs von zehn betroffenen Unternehmen (62 Prozent) sind so erstmals auf Angriffe aufmerksam geworden.

Bild: © Thomas Zajada/AdobeStock

Viele Deutsche sind sich den Folgen eines möglichen Cyber-Angriffs auf kritische Infrastrukturen, wie den öffentlichen Verkehr oder das Stromnetz, bewusst und fordern mehr Investitionen in die Sicherheit. Dabei reichen die Vorschläge von internationalen Cybersicherheits-Bündnissen bis hin zu eigenen Cyberabwehreinheiten. So das Ergebnis einer Studie des Digitalverbandes Bitkom.

Acht von zehn Internetnutzern und damit 83 Prozent der insgesamt 1000 Studien-Teilnehmer wollen, dass Deutschland seine Cyberfähigkeiten ausbaut.  Ähnlich viele (79 Prozent) wünschen sich mehr Sicherheit für kritische Infrastrukturen. Gut zwei Drittel plädieren für eine internationale Zusammenarbeit mit anderen Staaten, um Regeln und Normen zum Umgang im Cyberraum zu formulieren.

Hackbacks sind kein geeignetes Mittel zum Schutz

Jeder zweite Befragte geht sogar noch einen Schritt weiter und spricht sich für eine Cyber-NATO aus. Hingegen befürworten nur 36 Prozent Investitionen in die eigenen Cyberabwehreinheiten in Deutschland. Immerhin 46 Prozent der Studienteilnehmer setzten auf Vergeltungsschläge. Laut ihnen soll Deutschland im Fall einer Cyberattacke zurückschlagen.

Bitkom Präsident Achim Berg sieht das kritisch: „Die Herkunft von Attacken ist nur sehr schwer nachzuweisen. Wenn man etwa die Infrastruktur von mutmaßlichen Angreifern zerstören will, trifft man fast zwangsläufig auch unbeteiligte Dritte.“ Zwar müsse die Sicherheit Deutschlands auch im Cyberraum verteidigt werden. Die nötigen Ressourcen und Digitalkompetenzen sollten aber in erster Linie für eine defensive Cybersicherheitsstrategie eingesetzt werden. „Deeskalation muss auch bei Cyberkonflikten oberstes Ziel sein“, so Berg. (ls)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper