Mit den Entstör-Fachkräften der SWK sind in der KKI-Meldestelle über alle Kunden täglich knapp 500 Einsatzkräfte angemeldet, die für eine reibungslose Versorgung mit Energie und Wasser arbeiten.

Mit den Entstör-Fachkräften der SWK sind in der KKI-Meldestelle über alle Kunden täglich knapp 500 Einsatzkräfte angemeldet, die für eine reibungslose Versorgung mit Energie und Wasser arbeiten.

Bild: © KKI

„Den Fachkräftemangel spüren auch wir bei SWK und überlegen uns, wie wir vorhandenes Personal optimal einsetzen können“, sagt Beatrix Links, Leiterin Abteilung  Applikationsmanagement/ Dienstleistungen. Zur SWK gehören die Stadtwerke Karlsruhe GmbH und ihre Tochtergesellschaft Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH.

„In den Kernzeiten – also tagsüber von Montag bis Freitag – führen wir die Störungsannahme mit unserem Personal durch und in den anrufschwachen Zeiten abends, nachts und am Wochenende übernimmt dies das KKI für uns. Im Rahmen einer Ausschreibung wurden die Dienstleister verglichen und der Berliner Spezialist konnte mit seinem Leistungspaket für unsere hohen Anforderungen überzeugen“, führt Links aus, die mit einem Team von sechs Mitarbeitenden die täglich eingehenden Störungsmeldungen betreut.

Fachkräftemangel als Herausforderung

Neben den eigenen Ansprüchen einer dauerhaften Versorgung mit Energie und Wasser sind in Deutschland zur Versorgungssicherheit auch Vorgaben einzuhalten. Insbesondere für das Medium Gas gelten besondere Anforderungen im Entstörungsmanagement, die der Branchenverband Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) in technischen Regeln niedergeschrieben hat. Weitere Branchen wie Strom, Fernwärme und Wasser lehnen daran an.

„Wir als SWK stellen uns den aktuellen Anforderungen an die Energiewirtschaft und haben auch in der Vergangenheit bereits Neues ausprobiert und auf den Weg gebracht“, führt Olaf Heil, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe, aus. „Wir haben bereits zu Beginn der 2000er Jahre als eine der ersten in der Branche ein Managementsystem im Branchenstandard eingeführt und dafür unsere Prozesse durchleuchtet und verbessert. Das tun wir fortwährend und prüfen dabei auch neue Wege. Denn Digitalisierung, der Fachkräftemangel, Markt- und Kostenentwicklung sowie die Energiewende stellen alle Stadtwerke und Netzbetreiber vor große Herausforderungen in der Abbildung der täglichen Arbeit. Wir prüfen, was uns helfen kann, probieren es aus und entscheiden dann, wie wir weitermachen.“

Hintergrund Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen

Das KKI ist seit über 10 Jahren als Dienstleister spezialisiert auf das Entstörmanagement und die Betreuung von Stadtwerken und Netzbetreibern. Die Meldestelle ist mit einer Feuerwehr- oder Notrufzentrale vergleichbar, die im Drei-Schicht-System rund um die Uhr Anrufe entgegennimmt. Durchschnittlich 30.000 Einsätze werden pro Jahr professionell koordiniert, wenn  Bürger ihrem Stadtwerk eine Störung oder Fehlermeldung bei Strom, Gas, Wasser oder Fernwärme melden.

„In einem strukturierten Interview fragen wir zügig die Kontakt- und Adressdaten ab und ermitteln über einen Fragekatalog, um was für eine Störung es sich handelt“, sagt Andrea Pieper, Geschäftsführerin des KKI. Durchschnittlich 90 Sekunden werden für das Interview benötigt, bevor dann der jeweilige Entstördienst des Stadtwerks vor Ort per Knopfdruck alarmiert wird. Dahinter liegt ein stringent auf die Energie- und Wasserwirtschaft zugeschnittener Prozess. Im Ergebnis erhalten die Entstör-Fachkräfte sofort ein qualifiziertes Bild zur Störungsmeldung und überprüfen dies dann vor Ort an der Störungsstelle.

„ Die SWK zählen mit allen Betriebsführungen und fast einer halben Million Einwohner im Netzgebiet zu unseren größten Kunden. Dahinter stehen viele Mitarbeitende bei den SWK, mit denen wir in den einzelnen Einsatzgebieten dann zusammenarbeiten. Die SWK sind breit aufgestellt und bringen viele unterschiedliche Bereiche mit, vom Wasserwerk bis hin zur Heizung im Zoo wird es dabei vielfältig und spannend“, ergänzt Pieper. Mit den Entstör-Fachkräften der SWK sind in der KKI-Meldestelle über alle Kunden täglich knapp 500 Einsatzkräfte angemeldet, die für eine reibungslose Versorgung mit Energie und Wasser arbeiten. (sg)

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