Bisher war die aufwändige Datenaufbereitung für Virtual Reality-Anwendungen in der Praxis immer die größte Hürde, sagt der Virtual-Reality-Dienstleister ViaR. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Weg gefunden, bereits vorliegenden CAD-Daten im Anlagenbau als Basis für eine detailreiche virtuelle Welt zu nutzen.
Mit der Rheinenergie entwickelten beide nun eine Virtual Reality-Anwendung, die Abstimmungsprozesse im Anlagenbau wesentlich erleichtern soll.
Was damit möglich ist
Planern sei es beispielsweise damit bereits im Entwurfsstadium möglich, virtuell durch die Anlage hindurch zu gehen und dabei Fehler im Design aufzuspüren. Die Anwender sind mit Datenbrille sowie Controller ausgerüstet und können sich bücken, in die Anlage hineinlaufen, sich Details anschauen oder die Szenerie von außen betrachten. Sogar größere Sprünge von einem zum anderen Ort seien möglich.
Die Hardware erkenne sogar die Bewegungen des Anwenders im realen Raum und könne sie in virtuelle Bewegungen umsetzen. Damit werde die Anwendung noch wesentlich authentischer und intuitiver.
Virtuelle Welten auch mobil
Die Kunden würden sich problemlos in den Planungsprozess einbeziehen lassen. Ihnen kann die Anlage "gezeigt" werden, selbst wenn noch nicht ein einziges Element verbaut wurde. Falls Designänderungen nötig sind, kann Sie der Kunde "sofort" sehen, so Dienstleister ViaR.
Die Rheinenergie nutzt die Applikation beim Bau von Wärme- und Energieerzeugungsanlagen. Es sei auch geplant, die virtuellen Welten mobil zu machen. Ausgerüstet mit einer Datenbrille und einem leistungsfähigen Notebook könne ein Kundenberater die geplante Anlage sozusagen virtuell unter den Arm nehmen und damit den Kunden vor Ort besuchen.
Vorteile
"Damit lassen sich Fehler einfach aufdecken und die Planungen optimieren", sagt Heinz Menda, Leiter Energiedienstleistungen Engineering. Das spare Planungszeit, hebe die Kundenzufriedenheit und beschleunige den Entwurf und die Umsetzung der Konstruktionsarbeiten. (sg)
