Die E-World Energy & Water hat nun zwei Termine im Angebot, da man die Veranstaltung im Februar nicht mehr so kurzfristig absagen könne, erklärte Stefanie Hamm, Geschäftsführerin der E-World GmbH.
Inzwischen glaube man, "dass im Februar nur wenige Besucher zur E-World kommen wollen bzw. dürfen", erklärt Hamm. So seien in den Unternehmen Reiseverbote bereits vielfach ausgesprochen, die vorliegenden Registrierungen würden diese Sorge bestätigen. Gleichzeitig sei aufgrund der aktuellen Epidemie-Situation nicht sicher, ob eine Messe im Februar noch gestattet sein wird, obwohl aktuell in NRW Fachmessen noch unter 3G-Bedingungen erlaubt sind.
Das bestätigt auch die Eindrücke, die die ZfK von Ausstellern erhalten hat, die inzwischen von Geisterständen – aufgebauter Stand ohne Personal und Licht – sprechen, die bei manchen Unternehmen geplant seien.
"Sollte nun jedoch noch eine Entscheidung über eine behördliche Anordnung die Messe abzusagen fallen, wäre dies für unsere Aussteller jedoch ein zu spätes Signal, weil die Investitionen in den Messeauftritt bis dahin bereits erfolgt und nicht mehr erstattungsfähig wären", erläutert Hamm.
Tendenz geht zur Juni-Veranstaltung
Um dieses Risiko zu mindern und auch eine bessere Aussicht auf eine gut besuchte Messe zu haben, wolle man daher den Ausstellern die Möglichkeit geben, in den Juni zu wechseln. Dies erfolgt durch Stornierung der Teilnahme im Februar und Neubuchung der Teilnahme im Juni mit jeweils 50 Prozent Nachlass auf die Gebühr, so dass bei einem Wechsel keine zusätzlichen Kosten für die Standfläche beim Aussteller entstehen.
"Bereits jetzt können wir sagen, dass die Reaktionen zugunsten des Junitermins ausfallen. Insofern gehe ich davon aus, dass wir im Juni eine starke E-world haben werden", erklärte Hamm.
Gemischte Reaktionen
Die ZfK erreichten nach dem Schreiben der E-World GmbH einige verärgerte Stimmen von Ausstellern. Besonders die Modalitäten zur Verlegung auf den Juni-Termin erregte den Zorn. Konkret geht es um diese Passage: "In diesem Fall (Verlegung auf Juni, Anmerkung der Redaktion) zahlen Sie 50 Prozent Stornogebühr für die Teilnahme an der E-world im Februar, für die Teilnahme im Juni fallen für Sie reduzierte Standgebühren in Höhe von 50 Prozent an. Die Stornogebühr in Höhe von 50 Prozent verbleibt beim Veranstalter, auch wenn die Messe aufgrund höherer Gewalt im Februar und/oder im Juni nicht stattfinden kann."
Hier sehen einige ein Abwälzen der wirtschaftlichen Risiken auf die Unternehmen und weg vom Veranstalter. Stefanie Hamm betonte indes, dass man als Veranstalter nunmehr im zweiten Jahr in Folge das volle wirtschaftliche Risiko einer Absage trage, das auch weiter fortbestehe, solange die Pandemie anhalte. "Das Angebot eines zusätzlichen Termins im Sommer soll für alle Beteiligten eine Chance sein, in diesem Jahr doch noch eine erfolgreiche Veranstaltung durchführen zu können. Unsere Aussteller geben uns vielfach das Feedback, dass sie dankbar sind, mit dem Termin im Sommer eine Aussicht auf eine gut besuchte Messe zu erhalten. Die Regelung, die wir hierfür gefunden haben, wird überwiegend als fair empfunden“, betont Hamm. (sg)

