Stadtwerke-Mitarbeiter können künftig mit einem Smartphone oder Tablet auf die Daten zugreifen. Karten sind dazu nicht mehr erforderlich.

Stadtwerke-Mitarbeiter können künftig mit einem Smartphone oder Tablet auf die Daten zugreifen. Karten sind dazu nicht mehr erforderlich.

Bild: © fotomek/AdobeStock

Die verlegten Leitungen und Bauteile wie Muffen, Abzweige und Schieber von Gas- und Trinkwasserleitungen werden nicht länger als Kartenskizze händisch erfasst, sondern in Form von GPS-basierten Geodaten im digitalisierten Verfahren.

Die Umstellung läuft seit Februar vergangenen Jahres, kostete das Unternehmen rund 10 000 Euro und endet im Februar: In Kürze wird nur noch digital gearbeitet.

Auch Feuerwehr profitiert von digitalen Daten

Erforderlich dafür ist aufseiten der Stadtwerke das so genannte Geodaten-Informations-System GIS und draußen an der Baustelle ein satellitengestütztes Erfassungs-System, in welches die Mitarbeiter die Koordinaten für das jeweilige Bauteil eingeben. Dabei kann das System dann noch Zusatzinformationen zu Baujahr, Material, Hersteller oder Materialfoto aufnehmen. Sollte eine Karte für spätere Bauarbeiten erforderlich werden, wird diese aus dem Digitalsystem heraus erstellt. Bislang war das Verfahren umgekehrt: Händisch erzeugte Kartendaten wurden in das GIS eingegeben.

„Die Digitalisierung der Leitungsnetze ist für uns natürlich ein Riesenschritt“, erklärt Tobias Fleuth, Technischer Leiter bei den Stadtwerken Rees. Dabei kann das System nicht nur sagen, wo eine Muffe oder eine Abzweigung unter der Erde liegt, sondern auch in welcher Tiefe es liegt. Die Stadtwerke haben bei der Bestandsaufnahme des Netzes übrigens auch sämtliche Hydranten im Leitungsnetz vermessen. Die Daten stehen nun auch der Feuerwehr digital im eigenen Feuerwehr-GIS zur Verfügung.

GNSS-Technologie als Basis

Möglich wurde die Digitalisierung in Zusammenarbeit mit der Firma GDS (Geo Daten Service). Das Unternehmen stellte anfangs Hard- und Software zum Testen bereit und zeigte den Stadtwerke-Mitarbeitern die Anwendung des Systems. Grundvoraussetzung für die Funktionsweise des neuen digitalen Erfassungssystems ist die GNSS-Technologie.

Dazu werden mehrere Satelliten in Anspruch genommen. So können die Stadtwerke-Mitarbeiter künftig mit einem Smartphone oder Tablet auf die Daten zugreifen. Karten sind dazu nicht mehr erforderlich. Für die Stadtwerke-Monteure sei die neue Technologie eine Arbeitserleichterung, so der Kommunalversorger. (sg)

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