Die Stadt Linz wird von der Energieversorgung Mittelrhein (evm) auf dem Weg zur smarten Kommune begleitet und unterstützt. Anlass dazu war die Ausschreibung der evm für „Smarte Pioniere“ zur Vergabe mehrerer Pilotprojekte, an der sich die Stadt Linz beteiligt und gewonnen hat. Linz entschied sich dabei für eine Personenzählung in der Innenstadt.
Dazu wird in der Rheinstraße und Mittelstraße jeweils ein Sensor verbaut, der dazu in der Lage ist, die Endgeräte von Passanten im Umkreis anonym zu erfassen. Das geschieht, indem die brotdosengroßen Kästen, die an der Hauswand installiert sind, nach offenen WLAN-Verbindungen suchen. „Mit der Zählung wollen wir Erkenntnisse sammeln, die uns bei der Belebung unserer Innenstadt helfen können. Zum Beispiel für verkaufsoffene Sonntage oder Veranstaltungen“, sagt Karin Wessel, Citymanagerin der Stadt Linz.
Smarte Region Linz
Von der Innenstadt aus gelangen die gesammelten Daten zum eigentlichen Herzstück der Smart-City-Technologie: zur LoRaWAN-Funkantenne am historischen Rathaus. Die stabartige Antenne wurde im Glockenturm verbaut und kann von dort aus künftig mit zahlreichen weiteren Sensorgen verbunden werden, um weitere Anwendungsmöglichkeiten zu integrieren.
Diese Chance will sich die Stadt nicht entgehen lassen, denn die Vorhaben sind groß: Linz ist bundesweite Modellregion, gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die Konzeptionsphase läuft auf Hochtouren, wie die Citymanagerin und Projektleiterin des Förderprojekts ausführt: „Wir möchten in eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft mit zufriedenen Einwohnerinnen und Einwohnern blicken. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, Ratsmitgliedern und ansässigen Geschäften haben wir uns in Workshops ausgetauscht und Ideen entwickelt, wie die Zukunft der smarten Region Linz aussehen könnte.“
Dafür wird derzeit ein umfassendes Strategiedokument erstellt. „Als regionales Unternehmen kennen wir die Herausforderungen für die Kommunen, die sich durch die Digitalisierung ergeben. Wir sind ihnen Partner bei einem strategischen und machbaren Umgang mit den neuen Möglichkeiten zur Stadtentwicklung,“ sagt evm-Sprecher Marcelo Peerenboom abschließend. (sg)



