Andrew Mack ist CEO von Octopus Energy Germany. Der gebürtige Brite gründete 2016 ein Energie-Startup, das seit 2019 Teil des globalen EnertTech-Players Octopus Energy ist. Als Energieexperte setzt er sich für eine klima- und verbraucherfreundliche Energiepolitik ein. Zudem ist er begeisterter Tesla-Fahrer der ersten Stunde.

Andrew Mack ist CEO von Octopus Energy Germany. Der gebürtige Brite gründete 2016 ein Energie-Startup, das seit 2019 Teil des globalen EnertTech-Players Octopus Energy ist. Als Energieexperte setzt er sich für eine klima- und verbraucherfreundliche Energiepolitik ein. Zudem ist er begeisterter Tesla-Fahrer der ersten Stunde.

Bild: © Octopus Energy Germany

 “Smart Meter sind ein grundlegender Baustein der Energiewende und die Voraussetzung, um den flexiblen Verbrauch von Wärmepumpen und Elektroautos an die volatile Stromerzeugung aus Sonne und Wind anzugleichen”, erklärte Andrew Mack, CEO von Octopus Energy Germany. Der Gesetzentwurf zum Neustart des Smart-Meter-Rollouts (GNDEW) wurde am Freitag in erster Lesung im Deutschen Bundestag behandelt.

Allerdings komme der flächendeckende Einbau der Geräte  bisher in Deutschland nicht voran - zu bürokratisch, zu langsam, zu kompliziert, so Mack. “Während andere europäische Länder schon vor Jahren alle oder einen Großteil ihrer Haushalte mit Smart Metern ausgestattet haben, liegt die Einbauquote in Deutschland immer noch unter einem Prozent.”

Um den Ausbau zu beschleunigen,  macht Octopus Energy Germany drei Vorschläge:
 

1. Tempo erhöhen

Smart-Meter wurden in der Vergangenheit zu langsam verbaut. Das lag unter anderem an zu hohen Kosten und einer unklaren Rechtslage. Bisher sind die Geräte für die meisten Nutzer:innen zu teuer: Eine Begrenzung auf 20 Euro pro Jahr sollte im finalen Gesetz verankert werden.

Jede neu verbaute Wärmepumpe, Solaranlage und Wallbox sollte eine Smart-Meter-Verpflichtung nach sich ziehen. Nicht erst in der Zukunft, sondern sofort!  Wer sich einen Smart Meter wünscht, sollte ihn innerhalb von vier Monaten erhalten – mit einem gesetzlichen, durchsetzbaren Anspruch.  

2. Technische Anforderungen vereinfachen

Die technischen Vorgaben für die Kommunikationsmodule (Smart Meter Gateways) umfassen 1.000 Seiten. Vieles davon sei in der Praxis kaum umsetzbar, so Octopus Energy Deutschland.

Das Unternehmen fordert zusätzliche Zertifizierungsstellen zu schaffen geschaffen, um die Geräte günstiger auf den Markt zu bringen. Zudem sollte die Steuerungsfunktion als Voraussetzung für den Einbau von Smart Metern gestrichen werden, um mehr Ausbautempo zu schaffen. Wichtiger sei die Strommengen-Messfunktion.

Außerdem gelte es die Vorgaben der sicheren Lieferkette zu vereinfachen, damit eine zügige Zustellung der Geräte an die Installateure möglich wird, so eine weitere Forderung von Octopus Energy Deutschland.

3. Transparenz und Einheitlichkeit herstellen

Derzeit gebe es einen einen Wildwuchs von unterschiedlichen Anforderungen und Fristen. Besser wären:

  •     Wie viele Smart Meter sind bereits am Netz? Die monatliche Veröffentlichung der Einbauzahlen sollte verpflichtend werden.
  •     Klar und einfach: Der Gesetzgeber sollte ein einheitliches Verfahren zur Beantragung von Smart Metern etablieren.
  •     Die reduzierten Netzentgelte bei steuerbaren Lasten sollten bundesweit vereinheitlicht werden. So können Nutzer*innen auf einen Blick erkennen, wie viel Geld sie sparen, wenn sie sich netzdienlich verhalten.  (sg)
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