Gemeinsam bauen die Regulierungsexperten eine digitale Plattform und ein standardisiertes Serviceangebot für alle Aufgaben des Regulierungsmanagements auf. Regiocom, NWS und IfE adressieren damit vorrangig kleine und mittelgroße Netzbetreiber, die sich schlanke, digitale Lösungen für das Regulierungsmanagement und zugleich ein partnerschaftliches Miteinander auf Augenhöhe wünschen.
Im Fokus der praktischen Umsetzung steht zunächst die Netzentgeltkalkulation via Webportal.
Kunden können effizienter als bisher bedient werden
Die Partner verfolgen das Ziel, Unternehmen der Energiewirtschaft künftig in allen Bereichen des Regulierungsmanagements digital und trotzdem partnerschaftlich und dialogorientiert unterstützen zu können. Zusammen betreuen sie rund ein Viertel der Gas- und Stromnetzbetreiber in Deutschland.
Über die gemeinsame Service-Plattform sollen die komplexen Anforderungen des Regulierungsmanagements künftig deutlich effizienter als bisher bedient werden. Kunden erhalten dabei nicht nur eine Beratung und Services, sondern werden erstmals auch konkret in der Aus- und Weiterbildung von Regulierungsmanagern unterstützt. Regiocom-Aufsichtsrat Klemens Gutmann sprach nach Unterzeichnen der Vereinbarung im März 2021 von einem zukunftsweisendem Projekt. „Mit einem solch umfassenden Arbeits-, Informations- und Serviceangebot setzen wir Meilensteine für den Regulierungsprozess.“
Gebündeltes Know-how
Alle drei Partner-Unternehmen sind Anbieter für Energieunternehmen und arbeiten seit über zehn Jahren bei Regulierungsthemen zusammen. „Mit der Kooperation bündeln wir unser Know-how“, sagte Lars Plagemann, bei Regiocom als Produktmanager für die Weiterentwicklung der Regulierungsmanagementsoftware rcRegMan verantwortlich. „In der neuen Konstellation können wir in allen Regulierungsbereichen als zuverlässiger Ansprechpartner für die Energiewirtschaft auftreten.“
Digitalisierung und Automatisierung der Regulierungsprozesse
NWS bringt dabei unter anderem spezifisches Anwenderwissen in die Kooperation ein. Der Verbund regionaler Stadtwerke mit Sitz in Friedrichshafen besitzt jahrzehntelange Erfahrung in der Netzwirtschaft. Strategisch arbeitet NWS bereits seit längerem daran, die Prozesse in der Energiewirtschaft – und speziell im Bereich Regulierung – zu digitalisieren und zu automatisieren.
Gemeinsam mit Regiocom hat NWS die Kalkulation der Netznutzungsentgelte über ein System abgebildet und eine digitale Lösung zur Abwicklung der energiewirtschaftlichen Rahmenverträge entwickelt. NWS-Geschäftsführer Christoph Stiens betont: „Durch die Kooperation sind wir in der Lage, mit der Digitalisierung und Automatisierung der Regulierungsprozesse für Energieversorger ein neues, zukunftsorientiertes Modell zu entwickeln.“
Mehr Qualität durch Schnittstellenreduzierung
Das Thüringer Ingenieurbüro für Energiewirtschaft (IfE) bietet seit vielen Jahren regulatorische Dienstleistungen und zählt rund 100 Gas- und Stromnetzbetreiber zu seinen Kunden. Dieses Wissen bringt IfE in die Kooperation ein, unter anderem mit dem Ziel, den Geschäftsprozess der Netzentgeltkalkulation vollständig zu digitalisieren. Weitere übergeordnete Ziele sind nach eigenen Angaben, durch die Reduzierung von Schnittstellen ein sehr hohes Qualitätsniveau zu erreichen und Kunden mehr Zeit für strategische Überlegungen und Ausgestaltungen zu geben. (sg)



