Volles Haus bei der Meetering 2024-Konferenz der MeterPan GmbH. Bei der dritten Auflage war die Resonanz mit 120 Teilnehmenden so stark wie nie (2022: 50 Personen, 2023: 70 Personen).

Volles Haus bei der Meetering 2024-Konferenz der MeterPan GmbH. Bei der dritten Auflage war die Resonanz mit 120 Teilnehmenden so stark wie nie (2022: 50 Personen, 2023: 70 Personen).

Bild: © MeterPan

Meterpan freute sich mit 120 Teilnehmenden – nicht nur aus dem bestehenden Kundenkreis – gegenüber 2023 einen Zuwachs von über 70 Prozent. "MeterPan wird offensichtlich als Dienstleister wahrgenommen, der das, was jetzt neu und angesagt ist, auch technisch umsetzen kann", resümierte Geschäftsführer Steffen Heudtlaß. "Dass sogar innovative Start-Ups sich bei uns informieren, wie wir beispielsweise das Thema Steuern und Schalten realisiert haben, empfinden wir als Ritterschlag."
 
Die Rekordteilnehmerzahl transportiert zwei Botschaften: Die eine lautet: Vor dem iMSys-Rollout und der Digitalisierung der Energiewende kann sich heute kein Messstellenbetreiber und kein Netzbetreiber mehr verstecken. Der vom Gesetzgeber erzeugte Zeitdruck forciert bei neuen Aufgaben wie dem Steuern von Erzeugungs- und Verbrauchseinrichtungen oder der Bereitstellung dynamischer Tarife mehr Aktivität. Viele neue Gesichter in Hamburg dokumentierten den deutlich erhöhten Informationsbedarf bei Stadtwerken und Energieversorgern.
 


MeterPan holt weitere Kunden an Bord

Die zweite Botschaft: MeterPan profitiert von dieser Entwicklung, weil die Norderstedter zu den wenigen Anbietern im Markt zählen, die schon heute praxiserprobte Lösungen im Köcher haben. So waren im Plenum einerseits mehrere Neukunden zugegen, die MeterPan in den vergangenen Monaten gewonnen hat.

Andererseits aber auch Stadtwerke aus ganz Deutschland, die noch mit anderen Partnern liiert sind, sich aber dafür interessieren, wie MeterPan die neuen Aufgaben gelöst hat. Steffen Heudtlaß berichtete nach dem Treffen von einigen "vielversprechenden Kontakten".

Der Rollout rollt an

Welche weiteren Erkenntnisse brachte Meetering 2024? Ganz klar: Der iMSys-Rollout rollt! Auch wenn erst ein kleiner Teil der rund 20 Mio. bis 2030 in Deutschland pflichtgemäß zu verbauenden Smart Meter Gateways (SMGW) installiert ist, so gehen die Stückzahlen aktivierter Geräte kontinuierlich nach oben.

Dazu passt: Alle mittlerweile fünf SMGW-Hersteller sendeten in Hamburg positive Signale: PPC, Theben, EMH Metering und Sagemcom Dr. Neuhaus sind für die Produktion hoher Stückzahlen gerüstet und ertüchtigen ihre Geräte für die geforderten Tarifanwendungsfälle. Newcomer EFR durchläuft gerade erfolgreich diverse Präqualifizierungsprojekte und wird in absehbarer Zeit ebenfalls lieferfähig sein.

Win-win für Kunden und Netzbetreiber

Eine weitere zentrale Erkenntnis setzt sich dank § 14a EnWG flächendeckend durch: Smart Metering ist kein Selbstzweck, sondern das SMGW die zentrale Plattform für die neuen Anwendungen der Energiewende: Kunden und Netzbetreiber profitieren gleichermaßen davon, dass Verbräuche transparent werden und Lasten verschoben werden können, dass Prosumer den Betrieb ihrer Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge optimieren können und zugleich Netzengpässe vermieden werden.

HEMS versus Steuerbox

Was auf der Meetering-Veranstaltung des Weiteren für viele ein Aha-Erlebnis war: Das Home Energie Management System (HEMS) – beispielhaft präsentiert von der Consolinno Energy GmbH – wird für die Steuerbox zu einem echten Wettbewerber. Via HEMS können Netzbetreiber nämlich auch schalten und steuern. Zugleich werden Endkunden damit aber befähigt, Eigenerzeugung und Verbrauch aktiv zu optimieren. Also beispielsweise das Elektromobil aufzuladen, wenn Strom günstig ist oder die Sonne scheint, oder trotz überlastetem Stromnetz aus dem Heimspeicher zu laden.
 
Die anwesenden Steuerbox-Hersteller (Swistec, Prolan, Theben und EFR) zeigten sich davon unbeeindruckt und verwiesen vor allem auch auf die Notwendigkeit, den Altbestand der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen zu erreichen. Durch digitale Schnittstellen wie EEBus sind sie in der Lage, ihre Geräte mit der entsprechenden Intelligenz zu bestücken. Unisono beklagten die Anbieter die bislang zähe Marktentwicklung, freuten sich aber darüber, dass der Markt nun anspringt.

Selbst Erfahrungen sammeln – mit starkem Partner

Fazit: Diesmal war die Meetering-Veranstaltung von MeterPan ein Augenöffner mit besonderer Note. Geboten wurden konkrete, praxis- und lösungsorientierte Informationen für das Jahrhundertprojekt Energiewende. Ein Spaziergang wird die Transformation dennoch nicht. Komplexität und Ausmaß der Transformation lassen sich nicht wegdiskutieren.

Die Energiewende ist, bleibt und wird ein Kraftakt. Umso wichtiger, spätestens jetzt anzufangen und selbst Erfahrungen zu sammeln. Diesen Appell formulierten mehrere Vortragende unisono. Umso wichtiger aber auch, dabei auf einen Partner setzen zu können, der die Sache im Griff hat: Mittels einer Daten- und Prozessplattform, die alle künftigen Anforderungen schon heute im Standard abbildet. (sg)

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