E-Ladesäulen: 108 werden davon in Zwickau entstehen und die die EnviaM auch betrieben.

E-Ladesäulen: 108 werden davon in Zwickau entstehen und die die EnviaM auch betrieben.

Bild: © EnviaM

Die TMZ Thüringer Mess- und Zählerwesen Service GmbH (TMZ) entwickelt innerhalb des Projekts „Implementierung intelligentes Systemmanagement“ auf dem Campus der TEAG Thüringer Energie AG in Erfurt Lösungen zu energiewirtschaftlichen Anwendungsfällen.

Nachdem bereits die spartenübergreifende Erfassung und Bereitstellung von Messdaten über intelligente Messsysteme (iMSys) umgesetzt wurde, hat TMZ nun die Messsysteme nun zur netz- und marktdienlichen Steuerung von Ladevorgängen bei Elektroautos getestet.

Massentaugliches, BSI-konformes Lademanagement

„Mit der Produktivsetzung präsentiert die TMZ, gemeinsam mit ihren Projektpartnern, einen großen sowie zukunftsträchtigen Schritt in Richtung massentaugliches, BSI-konformes, netz- und marktdienliches Lademanagement“, erläutert Sebastian Gruner, Fachgebietsleiter Messstellensteuerung bei der TMZ.

Die Steuerungsbefehle für das netz- und marktdienliche Laden werden über den sogenannten, sicheren CLS-Proxy-Kanal des Smart Meter Gateways (SMGW) gesendet. Hierfür wurde das herstellerneutrale und lizenzfreie Protokoll „Open Charge Point Protocol“ (OCPP) genutzt.

Netzdienliche Steuerung soll Engpässe vermeiden

Die Produktivsetzung sei der erste, technische Schritt für die synergetische Verbindung von netzdienlicher Steuerung für Netzengpassmanagement im Niederspannungsnetz durch den Netzbetreiber und marktkonformes Lademanagement für private sowie öffentliche Ladeinfrastrukturbetreiber, teilte TMZ mit.

Durch die netzdienliche Steuerung sollen Netzengpässe vermieden werden, die durch die zeitgleiche Leistungsentnahme vieler steuerbarer Verbraucher wie zum Beispiel Ladeeinrichtungen für Elektromobile entstehen könnten.

„Der Test hat bewiesen, dass wir mit unserem Smart-Meter-Gateway und unserem Mehrwertmodul in der Lage sind, einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Herausforderungen in den Netzen zu erbringen“, kommentiert Ruwen Konzelmann, Leiter der Business Unit Smart Energy bei der Theben AG die Ergebnisse. Der Hersteller steuerte dabei das zertifizierte Gateaway samt Mehrwertmodul bei. (sg)

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