Nach monatelangem Streit hat sich die Bundesregierung bei Netzpaket und EEG-Reform geeinigt.

Nach monatelangem Streit hat sich die Bundesregierung bei Netzpaket und EEG-Reform geeinigt.

Bild: © ZIHE/AdobeStock

Wie weit ist die Energiewende in Deutschlands Landkreisen vorangeschritten? Eine neue Plattform des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) und des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik bietet ab jetzt einen umfassenden Überblick. Seit Dienstag ist der sogenannte BEE-Energiewenderechner online. Den Link zur Seite finden Sie hier.

Nach eigenen Angaben bilden die Betreiber auf der Plattform den gesamten Strombereich sowie zentrale Verbrauchs -und Flexibilitätstechnologien ab. Außerdem zeigt das Tool Szenarien bis 2045. Ziel ist es, den aktuellen Stand der Energiewende regional sichtbar zu machen und künftige Entwicklungen auf einer einheitlichen, wissenschaftlich fundierten Datengrundlage zu simulieren. Die Plattform soll ausdrücklich als gemeinsame Gesprächsgrundlage für Kommunen, Länder, Netzbetreiber und weitere Akteure der Energiewende dienen.

Was macht den Energiewenderechner aus Betreibersicht besonders?

Er bricht Energiewendedaten auf Landkreisebene herunter und ermöglicht auf dieser Basis die Planungsebene bis ins Jahr 2045 zu simulieren. 2045 will Deutschland klimaneutral sein.

Die Nutzer können dabei die Parameter wie Erzeugung, Verbrauch, Flexibilität und Sektorenkopplung dabei selbst anpassen und somit eigene Szenarien entwickeln.

Wie aktuell sind die Daten des Energiewenderechners?

Laut BEE werden Daten aus dem Marktstammdatenregister regelmäßig aktualisiert. Zudem sollen Daten aus den Landkreisen automatisch so schnell wie möglich eingespielt werden.

Was genau ist auf der Plattform einsehbar?

Die Plattform zeigt nach Betreiberangaben alle Stromerzeuger und Stromverbraucher. Ab 2027 soll auch die vollständige Wärmeplanung enthalten sein. Dann sollen Nutzer auch einzelne Kommunen analysieren können.

Wird auch das Stromnetz abgebildet?

Nein, zumindest nicht vollständig. Vor allem unterhalb der Hochspannung gibt es keine flächendeckenden Informationen.

Insgesamt verwenden die Betreiber nach eigener Aussage nur Daten, die sich auch an anderer Stelle finden lassen – auch aus sicherheitspolitischen Gründen. Das gilt auch für Stromerzeugung und -verbrauch.

Die Betreiber nennen beim Stromnetz aber noch einen weiteren Grund. Der Rechner soll auch dafür genutzt werden, um auf Landkreisebene den realen Deckungsgrad zu erhöhen. Das führe zu deutlich anderen Netzausbaustrukturen, als sie in heutigen Netzausbauplänen vorhanden seien, schreiben sie. "Es ist darum sinnvoll, nicht vom Status Quo des aktuellen Netzes und seinen Beschränkungen aus zu denken."

    Hat jeder vollen Zugang zum Energiewenderechner?

    Nein. Frei zugänglich ist nur eine abgespeckte Version, die die Datengrundlage widerspiegelt. Wer Interesse am vollen Zugang zum Energiewenderechner inklusive Simulation hat, kann sich per E-Mail an energiewenderechner[at]bee-ev.de richten. Zunächst stehen hierfür zunächst rund 1000 Accounts bereit.

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