Die Biomethananlage in Brandis bei Leipzig

Die Biomethananlage in Brandis bei Leipzig

Bild: © Baywa.r.e

BayWa r.e. hat die Biomethananlage „Brandis“ in der Nähe von Leipzig von dem Chemnitzer Regionalversorger „eins energie in sachsen“ erworben. Damit will das Unternehmen laut einer Pressemitteilung das Portfolio im Bereich Biogas-Service und Anlagen-Repowering weiter ausbauen. Ziel sei es, den Betrieb der Anlage strukturell und technisch für die Marktanforderungen der Europäischen Erneuerbaren-Energien-Richtlinie RED II weiterzuentwickeln.

Die Anlage mit einer Leistung von 700 Nm³/h wurde 2012 errichtet und 2013 in Betrieb genommen. Seitdem werden jährlich rund 60 GWh Biomethan vor Ort erzeugt und in das Erdgasnetz eingespeist. Künftig soll die Einspeiseleistung um bis zu 20 Prozent gesteigert werden.

Neue PV-Anlage geplant

BayWa r.e. will die Prozesse im Anlagenbetrieb optimieren und damit Leistung, Arbeitssicherheit und Qualität sicherstellen sowie die Kosteneffizienz steigern, heißt es dazu in der Mitteilung. Um den externen Strombezug zu verringern, soll Brandis zudem um eine Photovoltaik-Anlage ergänzt werden.  

Christian Bracklow, Geschäftsführer der BayWa r.e. Bioenergy GmbH willinsbesondere die Rohstoffversorgung in die neuen Zeiten der RED II-Vermarktung überführen. Bereits im kommenden Herbst soll Maisstroh geerntet und eingelagert werden.

Biomethan als "Gas der Gegenwart"

Bracklow sieht Wasserstoff als „Energiespeicher der Zukunft“. Das grüne Gas der Gegenwart heiße Biomethan. „Nachdem in den kommenden Jahren Dutzende von EEG-geprägten Lieferverträgen auslaufen werden, gibt es genug Biomethan, sei es gasförmig oder auch flüssig, um kurzfristig mehr als 10.000 Schwerlast-Lkws effektiv zu dekarbonisieren“, so der Unternehmenschef.

2020 hatte BayWa r.e. die Anlage Horn Bad-Meinberg ebenfalls mit dem Ziel erworben, diese auf die Post-EEG-Phase neu auszurichten. Weitere Akquisitionen dieser Art seien geplant. (amo)

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