Das Logo der Deutschen Bank in der New York Stock Exchange. Das Finanzinstitut will die Geschäfte mit fossilen Energieträgern runterfahren

Das Logo der Deutschen Bank in der New York Stock Exchange. Das Finanzinstitut will die Geschäfte mit fossilen Energieträgern runterfahren

© Richard Drew/AP/dpa

Die Deutsche Bank will weniger klimaschädliche Geschäfte machen. Bis spätestens 2025 soll das Engagement im Bereich des Kohleabbaus weltweit beendet werden – sowohl bei Finanzierungen als auch bei Kapitalmarkttransaktionen. Das kündigte Deutschlands größtes Geldhaus am Montag in Frankfurt an.

Mit einer neuen Richtlinie zu fossilen Brennstoffen setze sich der Dax-Konzern einen engen Rahmen für Geschäfte im Bereich Kohle, Öl und Gas, betonte Konzernchef Christian Sewing. "Damit werden wir unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten und das Ziel der EU unterstützen, bis 2050 CO2-neutral zu wirtschaften."

Restriktionen für Fracking-Verfahren

So will die Bank keine neuen Kohlekraftwerke finanzieren und bei Geschäften mit solchen Energieunternehmen genauer hinschauen, die – gemessen an der vorhandenen Erzeugungskapazität oder der tatsächlichen Energieerzeugung – zu mehr als 50 Prozent von Kohle abhängig sind.

Im Bereich Öl und Gas schließt die Deutsche Bank zum Beispiel die Finanzierung neuer Projekte zur Förderung in der Arktis ebenso aus wie Fracking-Verfahren in Ländern mit extremer Wasserknappheit.

"Im Jahr 2020 deutlich mehr Ehrgeiz nötig"

Der Initiative Urgewald geht die Absichtserklärung der Deutschen Bank nicht weit genug: "Dass die Bank fossile Geschäfte begrenzen will, ist ein Schritt nach vorne, den wir begrüßen. Aus Klimasicht ist er jedoch bei weitem nicht groß genug. Im Jahr 2020 ist deutlich mehr Ehrgeiz nötig." Etliche Unternehmen, die klimaschädliche Geschäfte machten, würden durch die Deutsche-Bank-Richtlinie nicht ausgeschlossen, argumentierte die Initiative. (dpa/hil)

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