Aufgrund der Erdbebenproblematik wächst bei vielen Niederländern der Unmut über die Erdgasförderung.

Aufgrund der Erdbebenproblematik wächst bei vielen Niederländern der Unmut über die Erdgasförderung.

Bild: © Bayerngas

Deutschlands Erdgasreserven nehmen weiter ab. Wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie am Freitag in Hannover mitteilte, sanken die geschätzten Rohgasreserven der Lagerstätten im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 Mrd. auf 54,4 Mrd. Kubikmeter. «Hauptauslöser des steten Rückgangs ist die zunehmende Erschöpfung der Gas-Reserven», teilte das Amt mit. «Aber auch die Bohrtätigkeit ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Bekannte Felder wurden nicht weiterentwickelt, Neufunde blieben aus.»

Fast alles Rohgas liegt in Niedersachsen - jüngst waren es 98,6 Prozent der deutschen Reserven. Fachleute unterscheiden beim Erdgas zwischen Rohgas und Reingas. Die Rohgasmenge entspricht dem aus der Lagerstätte entnommenen Volumen, Reingas ist auf den Energieinhalt normiert.

Erdölreserven steigen leicht an

Bei den Erdölreserven zeigt die Statistik einen leichten Anstieg. Nach dem Reserven-Bericht des Landesamtes lagerten in Deutschland Ende Dezember 29 Mio. Tonnen Erdölreserven. Das waren 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Grund für den Anstieg sei eine Neubewertung der Felder durch die Förderunternehmen, hieß es. Mit 17,5 Mio. Tonnen lagerten rund 60 Prozent der deutschen Reserven in Schleswig-Holstein. Auf Platz zwei im Ländervergleich lag Niedersachsen mit 6,4 Millionen Tonnen gefolgt von Rheinland-Pfalz mit vier Mio. Tonnen.

Die Erdölproduktion in Deutschland ist 2018 um 6,8 Prozent gesunken. In Schleswig-Holstein verzeichnete die Behörde im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 9,2 Prozent, in Niedersachsen einen Rückgang um 6,9 Prozent. Rheinland-Pfalz verzeichnete einen Anstieg um 17,3 Prozent. (dpa/ls)

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