Blick auf den Gasspeicher Rehden, der allein fast 20 Prozent der in Deutschland vorhandenen Speicherkapazitäten umfasst.

Blick auf den Gasspeicher Rehden, der allein fast 20 Prozent der in Deutschland vorhandenen Speicherkapazitäten umfasst.

Bild: © Astora

Der europäische Gasspeicherverbands GIE registrierte genau 100,03 Prozent, wie am Sonntagabend aus im Internet veröffentlichten, vorläufigen Daten hervorging. Diese Menge entspricht nach früheren Angaben der Bundesregierung etwa dem Verbrauch von zwei bis drei durchschnittlich kalten Wintermonaten.

Noch keine vollständige Entwarnung

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, äußerte sich erleichtert: «Es ist eine gute Nachricht, dass die Speicher nun zu 100 Prozent gefüllt sind. Wir sind viel besser vorbereitet auf den Winter als wir es im letzten Jahr waren», sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur dpa. Für eine vollständige Entwarnung sei es aber zu früh. «Wir bitten die Menschen, sich weiter genau zu überlegen, welcher Verbrauch sich einsparen lässt.» Wer Gas sparsam verbrauche, könne viel Geld sparen.

Die Gasspeicher gleichen Schwankungen beim Gasverbrauch aus und bilden damit ein Puffersystem für den Gasmarkt. Im Winter nehmen die Füllstände üblicherweise ab, nach dem Ende der Heizperiode wieder zu.

Wann mehr als 100 Prozent möglich sind

Der größte deutsche Speicher im niedersächsischen Rehden verzeichnete am Sonntag einen Füllstand von 99,3 Prozent. Auch EU-weit sind die Speicher fast voll. Laut GIE lag der Füllstand bei fast 99,6 Prozent.

Laut Speicherverband Ines geben 100 Prozent das Fassungsvermögen von Gasspeichern unter normalen Bedingungen an. Kühlt das Gas ab, sinkt das Volumen, so dass weiteres Gas eingespeichert werden kann. In solch einem Fall überschreitet der Füllstand die 100-Prozent-Marke. (dpa/sg)

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