350-450 Kilometer lang wäre die Wasserstoff-Pipeline von Esbjerg oder Holstebro in Dänemark nach Hamburg in Deutschland.

350-450 Kilometer lang wäre die Wasserstoff-Pipeline von Esbjerg oder Holstebro in Dänemark nach Hamburg in Deutschland.

Bild: © Mike Benna/unsplash

Im Rahmen der voranschreitenden Energiewende und Sektorenkopplung müssen auch die Infrastrukturen für Strom, Gas und Wasserstoff immer stärker aufeinander abgestimmt werden. Hierfür haben sich Fernleitungsnetzbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber zusammengetan und fragen dieses Jahr erstmals gemeinsam die Bedarfe für Strom und H2  ab.

Die Abfrage startet bereits am 7. Februar und läuft bis 22. März 2024. Aktuelle und potenzielle Marktakteure können ihren Bedarf über eine eigenes entwickelte Web-App melden. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, hofft auf ein „reges Feedback seitens der angesprochenen Marktteilnehmer“ und betont: „Ein über die Plattform vereinheitlichtes und kanalisiertes Melden von Projekten hilft immens, eine robuste gemeinsame Datengrundlage zu schaffen und so die Qualität und Stichhaltigkeit der Netzentwicklungsplanung weiter zu verbessern.“

Webinar zur Klärung offener Fragen 

Die erfassten Daten zu Strom-Großverbrauchern (ab 10 MW Anschlussleistung), Power-to-Heat-Anlagen sowie zu geplanten und in der Umsetzung befindlichen Projekten zur Wasserstofferzeugung, -verwendung und -speicherung dienen den Netzbetreibern als Grundlage für den Szenariorahmen 2024. Daran anschließend werden die Netzentwicklungspläne für Strom, Gas und H2 erarbeitet.

Zu Beginn der gemeinsamen Abfrageplattform am 7. Februar 2024 werden ÜNB und FNB detaillierte Informationen zur Verfügung stellen. Zusätzlich bieten die Netzbetreiber am 14. Februar um 14 Uhr ein gemeinsames öffentliches Webinar zur Beantwortung von Fragen der Marktteilnehmer und Verteilnetzbetreiber an. Anmeldungen sind ab dem 7. Februar über die Abfrageplattform möglich. (lm)

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