EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler (l.) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann vor dem Elektrolyseur in Huntorf

EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler (l.) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann vor dem Elektrolyseur in Huntorf

Bild: © EWE AG/Mohssen Assanimoghaddam

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat während seiner Sommerreise das EWE-Kavernenspeichergelände in Huntorf besucht. Dort wird grüner Wasserstoff produziert. Der Minister betonte, dass der Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft erhebliches wirtschafts- und industriepolitisches Potenzial biete und ein wichtiges Element sei, um die Klimaziele zu erreichen.

Niedersachsen habe dafür hervorragende Voraussetzungen: "Viel Windenergie für die Produktion, leistungsstarke Häfen für den Im- und Export und beste geologische Voraussetzungen für die Speicherung von Wasserstoff", zitiert EWE Althusmann in einer Mitteilung.

Investitionen von 90 Mio. Euro

EWE-Chef Stefan Dohler kündigte an, dass das, was sein Unternehmen in Huntorf auf die Beine gestellt habe, erst der Anfang sei. Rund 90 Mio. Euro wolle EWE im Rahmen des Projekts "Hyways for Future" gemeinsam mit Partnern in einen Wasserstoff-Heimatmarkt investieren.

Testfahrt für Wasserstoff-Müllauto

Mit an Bord ist das Unternehmen FAUN aus Oasterholz-Svharmbeck, das Abfallsammelfahrzeuge und Kehrmaschinen herstellt. Geschäftsführer Burkard Oppmann berichtete, dass Anfang August in Bremen das erste Wasserstoff-Müllauto in den Testbetrieb gehen soll.

In Huntorf hat einen skalierbaren Elektrolyseur mit einer Leistung von vorerst 25 Kilowatt installiert. Der grüne Strom kommt aus einer 100 Kilowatt-Photovoltaikanlage aus direkter Nachbarschaft. Sie übernimmt nach Unternehmensangaben primär die Grundlastversorgung der Gasspeicheranlage.

Speicherung in unterirdischen Kavernen

Der vor Ort erzeugte grüne Wasserstoff wird laut EWE derzeit noch in oberirdischen Speichern gelagert. Eine Wasserstoff-Tankstelle auf dem Gelände betankt eine kleine EWE-eigene Brennstoffzellen-Fahrzeugflotte. EWE denkt nach eigenen Angaben darüber nach, die Elektrolyseleistung zu erhöhen, die Anbindung an ein Leitungssystem vorzunehmen sowie den Wasserstoff in unterirdischen Kavernen zu speichern. (amo)

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