Forscher der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) entwickeln ein smartes Tankgerät für Wasserstoff. Nach Angaben der AUS besteht die Idee darin, die Herstellung von Wasserstoff so zu vereinfachen, dass ein Einsatz auch in Privathäusern gelingt. Wasserstoff soll mittels Elektrolyse in einer kleinen Anlage hergestellt werden, die problemlos in einen Keller oder eine Garage passt und mit regenerativer Energie betrieben wird.
Auf diesem Weg, so die Idee der Forscher, hätten Privathaushalte eine Möglichkeit, CO2-neutrale Energie zu gewinnen – und vor allem zu speichern. Das Projekt wird finanziert aus dem Förderprogramm „Forschung für die Praxis“ des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK). Die Fördersumme beträgt rund 40.000 Euro über einen Zeitraum von 12 Monaten.
Wasserstoff als Energiespeicher
Im ersten Schritt soll laut Mitteilung ein Prototyp für die Anlage gebaut werden. Im zweiten Schritt geht es dann in die Anwendung: Das Forscherteam will ein elektrisch betriebenes Lastenfahrrad entwickeln, dessen Energiespeicher kein Akku ist, sondern Wasserstoff, der mittels einer Membran-Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt wird.
„Mit diesem Projekt wollen wir zeigen, dass Wasserstoff als Energieträger in der Zukunft eine große Rolle spielen wird. Das elektrisch betriebene Lastenrad ist nur ein Beispiel, um die Alltagstauglichkeit dieser Technologie zu verdeutlichen. Für die praktische Anwendung gibt es weitaus mehr Möglichkeiten: So kann Wasserstoff tagsüber mittels Solarenergie erzeugt und gespeichert werden, um in der Nacht elektrische Energie für ein Haus zu liefern. Darüber hinaus kann Wasserstoff den Gasherd befeuern, ein Auto antreiben und vieles mehr. Ich bin wirklich gespannt, welche weiteren Anwendungsmöglichkeiten die Zukunft bringen wird“, so Enno Wagner, Professor für Mechatronische Konstruktion und Technische Mechanik an der Frankfurt UAS. (amo)



