In ganz Deutschland ergreifen Versorger und Unternehmen die Initiative für Wasserstoff.

In ganz Deutschland ergreifen Versorger und Unternehmen die Initiative für Wasserstoff.

Bild: © malp/Adobe Stock

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachbereichs Energie – Gebäude – Umwelt der FH Münster untersuchen im neuen Projekt HyTech mit Partnern aus der Industrie regenerative Möglichkeiten der Wasserstofferzeugung.

Eine Möglichkeit, nachhaltig Wasserstoff zu produzieren, sehen die Forscherinnen und Forscher in der dunklen Fermentation. Das Verfahren nutzt als Rohstoffe Biomasse, Reststoffe und Abwässer zur biologischen Wasserstofferzeugung. Dabei werden diese bisher nicht genutzten Rohstoffe zu grünem Wasserstoff umgesetzt. Das Verfahren befindet sich laut einer Mitteilung der FH aktuell noch in der Entwicklung.

Mikroorganismen im Einsatz

Bei der dunklen Fermentation werden organische Stoffe in einer zweistufigen Versuchsanlage von Mikroorganismen unter Abwesenheit von Sauerstoff und Licht vor allem in Wasserstoff und flüchtige organische Säuren umgewandelt. Unter anderem hat die Forschergruppe bereits im Vorfeld Abwässer aus der Lebensmittelindustrie auf ihr Wasserstoffpotenzial untersucht.

Im auf drei Jahre angelegten Projekt wird das Team die Forschung um die dunkle Fermentation nun vorantreiben. In zwei Versuchsanlagen werden unterschiedliche Reaktoren und Prozessparameter getestet, um die Produktion von Wasserstoff möglichst stabil und effizient zu gestalten und so das nutzbare Reststoffspektrum zu erweitern. Die Forscher wollen auch die Nutzungsmöglichkeiten des erzeugten Wasserstoffs überprüfen und testen, welche zusätzlichen Verfahrensschritte nötig sind, um den erzeugten grünen Wasserstoff ins Erdgasnetz einzuspeisen oder ihn zum Beispiel in Brennstoffzellen oder auch in der Industrie nutzen zu können.

Neuartiger Gaszähler

Dazu arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Berliner Firma BlueMethano zusammen, die die anstehenden Versuche gasanalytisch begleiten und unter anderem Gasmesstechnik bereitstellen wird, um das Volumen des erzeugten Wasserstoffs zu bestimmen. „Im Rahmen des Projekts wollen wir einen für Wasserstoffgasgemische geeigneten Gaszähler entwickeln und bauen“, wird Geschäftsführer Markus Huth in der Mitteilung zitiert. (amo)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper