Die Zentrale der Gasag liegt am Hackeschen Markt in Berlin.

Die Zentrale der Gasag liegt am Hackeschen Markt in Berlin.

Bild: © Gasag

Die Gasag AG hat der in Leipzig ansässigen VNG AG die 25,1 Prozent an der EMB Energie Mark Brandenburg GmbH abgekauft, die bisher im Besitz der Leipziger waren. Damit erhöht die Gasag ihre Beteiligung an dem regionalen Energiedienstleister EMB auf über 98 Prozent. Weitere Gesellschafter bleiben vier brandenburgische Kommunen und die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS). Mit dem Kauf möchte die Gasag-Gruppe nach eigenen Angaben ihre Rolle als wichtiger Akteur der Energiewende in Brandenburg festigen.

Gerhard Holtmeier, Vorsitzender des Vorstandes der Gasag AG, zur Strategie seines Unternehmens: "Mit der weiteren Integration der EMB in die Gasag-Gruppe übernehmen wir mehr Verantwortung für die Anliegen im Energiesektor in der Region. Dabei bekennen wir uns ausdrücklich zur starken Regionalmarke EMB." Dazu gehöre der Bau des neuen Firmensitzes in Michendorf ebenso wie die Zusammenarbeit bei kommunalen Energieprojekten und der Aufbau eines Beteiligungsmodells an der EMB für Kommunen.

VNG setzt auf Zukunftstechnologien

Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG, erklärt, wie es zum Verkauf kam: "Künftig möchten wir uns strategisch verstärkt auf den weiteren Ausbau unserer neuen Geschäftsfelder und Zukunftstechnologien konzentrieren, beispielsweise auf das Thema grüne Gase. In diesem Zusammenhang sind wir nach intensiven Überlegungen und sehr guten Gesprächen mit der Gasag AG zum Entschluss gekommen, dass es für die weitere Entwicklung der EMB von Vorteil ist, wenn die Unternehmensanteile nahezu vollständig in einer Hand liegen."

Die nunmehr zur Gasag AG gehörige EMB weist ein Ebit von 24,8 Mio. Euro und einem Jahresüberschuss von 17,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2018 aus. Die Gasag-Gruppe erzielte 2018 Umsatzerlöse von fast 1,2 Mrd. Euro mit dem Vertrieb von Erdgas, Strom und Energiedienstleistungen an rund 760.000 Kunden, dem Betrieb eines insgesamt über 14.000 Kilometer langen Erdgasnetzes und der Erzeugung erneuerbarer Energie in Bio-Erdgas-, Biogas-, Photovoltaik- und Windkraftanlagen. (sig)

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