Der Gasspeicher in Wolfersberg ist der leerste Speicher in Süddeutschland. Sein Füllstand am Samstag: 26 Prozent.

Der Gasspeicher in Wolfersberg ist der leerste Speicher in Süddeutschland. Sein Füllstand am Samstag: 26 Prozent.

Bild: © Peter Kneffel/dpa

Die Einspeicherungen in Deutschlands größten Gasspeicher in Rehden haben nach zweiwöchiger Wartungspause am Wochenende wieder begonnen. Wie Daten des Betreibers Astora zeigen, wurden seitdem weitere gut 360 GWh eingespeist. Damit ist die Anlage nun zu drei Viertel gefüllt.

Selbst wenn die Temperaturen in den vergangenen Tagen auf deutlich unter 20 Grad Celsius gesunken sind, entspannt sich die Lage am deutschen Gasspeichermarkt also weiter. Mit Wiederaufnahme des Rehdener Befüllungsprogramms stiegen auch die Einspeicherungswerte insgesamt.

Lage in Bayern hellt sich auf

Allein am Samstag wurden 700 GWh eingelagert, wie Daten des Branchendienstes AGSI+ zeigen. Der durchschnittliche Füllstand aller Speicher betrug danach 91 Prozent. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als der für 1. Oktober angepeilte Zielwert.

Auch in Süddeutschland hellt sich die Lage zunehmend auf. Der einstige Sorgenspeicher Wolfersberg ist dank eines massiven Einspeicherprogramms des Marktgebietsverantwortlichen THE nun zu 78 Prozent gefüllt.

Haidach und Seven Fields

Noch voller sind die Speicher Schmidhausen (85 Prozent), Bierwang (88 Prozent), Inzenham (92 Prozent) und Breitbrunn (95 Prozent). Als für die Versorgung Bayerns entscheidende Anlagen gelten zudem die in Österreich gelegenen Großspeicher Haidach und Seven Fields.

Die von Astora vermarkteten Haidach-Scheiben standen zuletzt bei 75 Prozent. Die von Uniper vermarkteten Seven-Fields-Anteile lagen bei 71 Prozent. In beide Anlagen wurde auch in den vergangenen Tagen kräftig eingespeichert.

Gesunkene Spotpreise helfen

Gesunkene Spotpreise dürften das Einspeichern auch wirtschaftlich attraktiv machen. Am deutschen Handelspunkt THE wurde Gas zum Wochenende für gerade noch 170 Euro pro MWh gehandelt. Im Vergleich dazu wurden für die kommenden Winterquartale, wenn Gas ausgespeichert wird, 200 bis 208 Euro pro MWh.

Schlusslicht beim Speicherstand ist übrigens trotz Wartungspause nicht Rehden, sondern der vergleichsweise kleine Speicher Etzel des Schweizer Konzerns MET (1,4 TWh). Er war zuletzt zu 69 Prozent gefüllt. Auch der zweite von MET betriebene Speicher im hessischen Reckrod (1,5 TWh) hinkt dem Bundestrend hinterher. Sein Füllstand am Samstag: 77 Prozent. (aba)

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