Die Stadtwerke realisieren für die Landeshauptstadt ein innovatives Quartierskonzept.

Die Stadtwerke realisieren für die Landeshauptstadt ein innovatives Quartierskonzept.

Bild: © JVG/stock.adobe.com

Von Ariane Mohl

Die Stadtwerke Stuttgart (SWS) erhalten weitere fünf Millionen Euro an Fördermitteln für ihr innovatives Wasserstoffprojekt Green Hydrogen Hub Stuttgart (GH2S). Der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung des Verbands Region Stuttgart hat die Fördermittel für das Teilvorhaben "HydroPulse Stuttgart" in seiner jüngsten Sitzung bereitgestellt. Fließen sollen sie in die Errichtung einer Wasserstofftankstelle sowie in die Erschließung und Versorgung einer weiteren Tankstelle im Stuttgarter Neckartal mit Wasserstoff. Beide Tankstellen werden an die geplante H2-GeNeSiS-Pipeline angeschlossen. Geplant ist außerdem die Beschaffung von drei Brennstoffzellen-Transportern und die Installation einer Hochtemperatur-Brennstoffzelle auf dem neuen Energie-Campus in Stuttgart-Wangen.

Der Green Hydrogen Hub Stuttgart, wo der grüne Wasserstoff hergestellt werden soll, steht bereits in den Startlöchern. Der Spatenstich für das Projekt ist im Frühjahr 2025 vorgesehen. Drei Elektrolyseure werden dort ab Ende 2026 in Betrieb gehen und jährlich bis zu 1000 Tonnen hochreinen Wasserstoff aus Ökostrom erzeugen.

Durch die Fördermittelzusage kann nun nach Angaben der Stadtwerke auch das Teilprojekt "HydroPulse Stuttgart" mit realisiert werden. Denn mit der Produktionsanlage sind ein Logistikkonzept zur Versorgung von Industrie, Forschung und Entwicklung sowie von zwei Wasserstofftankstellen für den Schwerlastverkehr und andere Fahrzeuge verbunden. "Mit dem Teilprojekt HydroPulse Stuttgart gelingt es uns, die Sektoren Verkehr, Strom und Wärme zu koppeln", lässt sich SWS-Projektleiter Daniel Lust zitieren. Er spricht von einer optimalen Ergänzung für das Gesamtprojekt Green Hydrogen Hub.

Das Gesamtprojekt besteht aus drei Komponenten: dem Green Hydrogen Hub Stuttgart (GH2S), der H2-GeNeSiS-Pipeline sowie HydroPulse Stuttgart. Das Gesamtvolumen des Teilprojekts HydroPulse Stuttgart, das im Dezember 2026 abgeschlossen sein soll, beläuft sich auf rund elf Millionen Euro. In die Errichtung, Erschließung und Versorgung der Wasserstofftankstellen sowie deren Anschluss an die Pipeline sollen insgesamt etwa 80 Prozent der Fördersumme fließen. Der verbleibende Anteil steht unter anderem für die Beschaffung von drei Fahrzeugen mit Brennstoffzellen-Antrieb sowie die Installation der Oxidkeramischen-Brennstoffzelle auf dem Energiecampus der Stadtwerke Stuttgart bereit.

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