Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Bild: © Adobe Stock/Thomas

Mit dem Projekt „WINFRID“ will die Region Karlsruhe zu einer Modellregion für grünen Wasserstoff werden. Unter dem Dach der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) hat ein Projektkonsortium aus dem Karlsruhe Institut für Technologie (KIT), dem Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) und dem EIfER European Institute for Energy Research einen offiziellen Wettbewerbsantrag bei der L-Bank in Karlsruhe eingereicht.

Insgesamt haben laut einer Mitteilung der TRK mehr als 40 Akteure an dem Konzept für die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft für die TechnologieRegion gearbeitet. Bei Erfolg würden über 40 Mio. zwischen Waghäusel und Gaggenau investiert werden.

Die gesamte Wertschöpfungskette abdecken

Der Projektname WINFRID“ steht für: Wasserstoff Infrastruktur in Demonstration. WINFRIED umfasst eine ganze Reihe von Projekten, darunter die lokale Produktion von grünem Wasserstoff aus regenerativen Stromquellen über innovative Speicher und Transportkonzepte bis hin zu verschiedenen Anwendungen des grünen Wasserstoffs. Man wolle die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, so die Mitteilung.

„Damit würden wir die Voraussetzungen schaffen, um Wasserstoff als wichtigen Energieträger in der TRK zu fördern. Das wäre nicht nur für das Klima gut, wir würden auch der regionalen Wirtschaft in dieser Schlüsseltechnologie einen starken Entwicklungsschub geben können“, betont Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TRK GmbH.

Rheinhafen für Wasserstoff-Importe nutzen

Mit dem Rheinhafen habe Karlsruhe eine in Baden-Württemberg strategisch herausragende Infrastruktur, die auch auf lange Sicht eine wichtige Rolle beim Import von grünem Wasserstoff haben wird“, führt Karsten Pinkwart, vom Fraunhofer ICT aus. Er ist auch Mitglied im Nationalen Wasserstoffrat der Bundesregierung.

Ein weiteres bedeutendes Modellvorhaben im Antrag sei auch die Wasserstofferzeugung, Speicherung und Nutzung in energieautarken Wohn und Gewerbequartieren. „Wenn wir hierfür die Fördermittel bekommen, würden wir mit der lokalen und nachhaltigen Versorgung von Quartieren bundesweit Maßstäbe setzen“, so die Wissenschaftlerin des EIfER-Forscherin Ute Karl.

Projekte müssen dauerhaft wirtschaftlich sein

Neben Investitionen in konkrete Anlagen gehe es in der Modellregion aber auch um die Entwicklung dazu passender Geschäftsmodelle und Dienstleistungen. „Die Förderperiode läuft bis 2027, danach müssen die Projekte auch ohne Förderung wirtschaftlich weiter betrieben werden können“, sagt Thomas Jordan, der die Wasserstoffaktivitäten am KIT koordiniert. (amo)

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