Gas

Leag und Mitnetz wollen gemeinsam Wasserstoff-Infrastruktur aufbauen

In der Nähe von Leipzig wollen beide Unternehmen die Erzeugung, den Transport, die Verteilung und Lieferung von grünem Wasserstoff an industrielle Kunden testen.
18.02.2022

Beim Thema Wasserstoff haben sich Mitgas und Leag zusammengetan.

Wasserstoff, der mit Hilfe erneuerbarer Energien produziert wird, gilt als wichtiger Baustein der Energiewende. Um die Infrastruktur dafür aufzubauen, wollen der Gasnetz-Betreiber Mitnetz und der Kraftwerksbetreiber Leag nun kooperieren. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Freitag in Dresden unterzeichnet, wie beide Unternehmen mitteilten. Vorgesehen sei zunächst ein Pilotprojekt im Raum Lippendorf bei Leipzig.

Die Kooperation beider Unternehmen sei ein bedeutender Schritt hin zu dem Ziel, in Sachsen eine Wasserstoffwirtschaft über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg aufzubauen, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Zugleich sei das Engagement der Unternehmen ein Beitrag zum Strukturwandel in den hiesigen Braunkohlerevieren.

Beide arbeiten schon länger am Thema Wasserstoff

Beide Unternehmen sind den Angaben nach bereits im Bereich Wasserstoff aktiv. Mitnetz betreibt in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen ein Gasnetz von 7000 Kilometern Länge. Dort soll nach und nach Wasserstoff beigemischt und das Ganze zu einem Wasserstoffnetz entwickelt werden, hieß es. Im Industriepark Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) hat Mitnetz nach eigenen Angaben eine Testanlage für Wasserstoff errichtet. Die Leag ist in Cottbus an einem Projekt für eine dezentrale Wasserstofferzeugung inklusive Tankstelle beteiligt.

Ziel der Zusammenarbeit sei die Entwicklung von Wasserstofflösungen für das Lausitzer und das Mitteldeutsche Revier, hieß es. Dabei gehe es um Erzeugung, Transport, Verteilung und Lieferung von grünem Wasserstoff an industrielle Kunden. «Wir wollen eine schnelle Versorgung unserer Kunden im Netzgebiet mit klimafreundlichem Wasserstoff ermöglichen», sagte der technische Geschäftsführer von Mitnetz Gas, Dirk Sattur. «Dies geht nicht im Alleingang.» (dpa/amo)