Zwei Fachkräfte der SWO Netz, einer Tochter der Stadtwerke Osnabrück, in einer Gasdruck-Regel-und-Messstation (GDRM) im Zusammenhang mit der Marktraumumstellung von H-Gas auf L-Gas

Zwei Fachkräfte der SWO Netz, einer Tochter der Stadtwerke Osnabrück, in einer Gasdruck-Regel-und-Messstation (GDRM) im Zusammenhang mit der Marktraumumstellung von H-Gas auf L-Gas

Bild: © Oliver Pracht/SWO Netz GmbH

Trotz widriger Rahmenbedingungen infolge der Corona-Pandemie ist OGE mit dem Stand der Marktraumumstellung für das Jahr 2020 zufrieden. Man habe Stand Ende September 2020 alle Umstellungsaktivitäten für das laufende Jahr erfolgreich abgeschlossen, teilte der Netzbetreiber mit. Es sei zwar wegen der Corona-Krise zu Verzögerungen im Zeitplan gekommen, diese habe man aber wieder aufholen können.

Insgesamt betraf der Umstellungsprozess bei OGE im Jahr 2020 nach Unternehmensangaben elf Verteilnetzbetreiber und dreizehn direkt angeschlossene Industriekunden in Hessen und Nordrhein-Westfalen. Auch die vorgelagerte Erdgasversorgung größerer Städte wie Gießen, Wetzlar und Teilen von Bergisch-Gladbach wurde erfolgreich von L- auf H-Gas umgestellt. In Zahlen ausgedrückt sind das fast 60 Übergabepunkte der OGE, über die rund 160.000 Gasgeräte bei Endkunden versorgt werden.

Viel Arbeit auch im kommenden Jahr

Im kommenden Jahr stehen weitere Herausforderungen an: OGE will allein rund 270.000 Geräte umrüsten. Deutschlandweit werden es insgesamt rund 570.000 Geräte sein.

Diese zeitgerechte Umstellung der Gasqualitäten ist zwingend erforderlich, da die Produktion von L-Gas im Nordwesten Deutschlands sowie in den Niederlanden in den nächsten Jahren zurückgeht. H-Gas ist dagegen international in großen Mengen verfügbar. Die Umstellung auf das hochkalorische H-Gas gewährleistet daher auch auf lange Sicht eine hohe Versorgungssicherheit. Deutschlandweit müssen bis 2030 rund fünf Millionen Gasgeräte auf H-Gas angepasst werden. (amo)

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