Biogasanlagen benötigen Substrat für die Vergärung. Durch die Hitze wird aber zu wenig Biomasse aufgebaut. Entsprechend ernten die Betreiber weniger. Mais erreicht an manchen Standorten derzeit nur eine Höhe von einem Meter.

Biogasanlagen benötigen Substrat für die Vergärung. Durch die Hitze wird aber zu wenig Biomasse aufgebaut. Entsprechend ernten die Betreiber weniger. Mais erreicht an manchen Standorten derzeit nur eine Höhe von einem Meter.

Bild: © Philipp Pohlmann/pixelio

Bevor Biogas durch das Verteilnetz gejagt wird, muss das Rohgas veredelt werden. Dazu kommt eine Biogaseinspeiseanlage zum Einsatz. Und genau so eine hat nun auch Bitterfeld-Wolfen. Kommende Woche geht die BGEA, wie die Anlage abgekürzt heißt, in den Probebetrieb.

Insgesamt 600 Stunden sollen die beiden Verdichter der Anlage auf dem Prüfstand stehen, ab September soll das Gas dann in das Hochdrucknetz von Mitnetz Gas eingespeist werden. Dabei hat die BGEA eine maximale Kapazität von 700 Normkubikmetern pro Stunde. Rein rechnerisch könnte so der Energieverbrauch von 5000 Einfamilienhäusern gedeckt werden.

Brennwert rechnerisch ermitteln

Betrieben wird die Anlage von der Danpower GmbH AUS Potsdam – für die Einbindung in das bestehende Gasnetz der Mitnetz Gas musste diese eine 730 Meter lange Anbindungsleitung verlegen. Ingesamt kostete der Biogasnetzanschluss 3,5 Mio. Euro.

Großer Vorteil der neuen Anlage: Eine Biogaskonditionierungsanlage zur Beimischung von Flüssiggas ist nicht mehr notwendig. Während bei früheren Anlagen der schwankende Brennwert des Gases durch Beimischung ausgeglichen werden musste, ermittelt die Mitnetz Gas nun den Brennwert jedes Ortsnetzes mit dem neuen Brennwertzuordnungssystem rechnerisch. (ls)

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