Dezentrale und CO2-freie Produktion von Wasserstoff - das ist das Ziel der Wintershall Dea-Tochter Technology Ventures.

Dezentrale und CO2-freie Produktion von Wasserstoff - das ist das Ziel der Wintershall Dea-Tochter Technology Ventures.

Bild: © Wintershall Dea

Die Integration von Wasserstoff, Biomethan und synthetischem Methan in die Gasinfrastruktur wird immer wichtiger. Das geht aus dem nun von den deutschen Fernleitungsnetzbetreibern (FNB) veröffentlichten Szenariorahmen zum Netzentwicklungsplan (NEP) Gas 2022-2032 hervor.

Der Szenariorahmen ist der erste Schritt in der Erstellung des Netzentwicklungsplans Gas 2022-2032. Das Dokument stellt die Entwicklung des Gas- und Wasserstoffbedarfs bis zum Jahr 2032 dar und gibt darüber hinaus einen Ausblick bis zum Jahr 2050, basierend auf einem angepassten TM95-Szenario aus der Dena-Leitstudie zur integrierten Energiewende, heißt es in einer Mitteilung der FNB.

Für den Netzentwicklungsplan Gas 2022-2032 haben die Fernleitungsnetzbetreiber zum zweiten Mal die Marktabfrage Wasserstoff Erzeugung und Bedarf (WEB) durchgeführt. Die Marktpartner meldeten laut der Mitteilung 500 Wasserstoffprojekte und damit ein Vielfaches der Projekte von vor zwei Jahren. Nach Überzeugung des FNB Gas-Vorstandsvorsitzenden Thomas Gößmann belegt die enorme Zahl der Projekte eindeutig, dass man nun frühzeitig eine Wasserstoffinfrastruktur bereitstellen müsse.

Stabiler Wasserstoffbedarf

Neben den Wasserstoffbedarfen für den Zeitraum bis 2032 von 191 TWh wurden im Rahmen der aktuellen Marktabfrage WEB auch Bedarfe von insgesamt 342 TWh für das Jahr 2040 und 476 TWh für 2050 gemeldet, heißt es weiter. Die Fernleitungsnetzbetreiber weisen darauf hin, dass sich der Bedarf an Gasen bis zum Zielplanungsjahr 2032 stabil entwickelt. Daher komme auch der Infrastruktur für den Transport von Gasen weiterhin eine hohe Bedeutung zu.

Die Konsultation zum Szenariorahmen des NEP Gas 2022-2032 läuft vom 21.06. bis zum 16.07.2021. Der begleitende Workshop, zu dem alle Marktteilnehmer eingeladen sind, wird am 1. Juli 2021 digital stattfinden. Nach Abschluss des Konsultationszeitraums werden die eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet und finden Eingang in den Szenariorahmen 2022. (amo)

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