Mit einem auf fünf Jahre begrenzten Markteinführungsprogramm wollen Unternehmen aus der Mineralölbranche, der Automobilindustrie und der Energiewirtschaft Power-to-X-Anlagen zum Durchbruch verhelfen. Möglich werden soll der Markthochlauf durch einen Mechanismus, der gezielt den CO2-Vermeidungseffekt von Power-to-X-Technologien incentiviert, erläutert Melanie Form, Vorstandsmitglied der Aireg und eine der Sprecherinnen der Power-to-X-Allianz.
"Für jede Tonne CO2 aus fossilen Energieträgern, die durch die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern aus Power to X ersetzt wird, wird ein Innovationsbonus gutgeschrieben", führt sie weiter aus. Sein Gegenwert soll dann über die KfW oder eine mit ihr verbundene Einrichtung an den Betreiber der Anlage ausbezahlt werden.
Dem Wettbewerb verpflichtet
Ausschreibungen, die in drei Lose aufgeteilt werden sollten, könnten über die Höhe der Innovationsboni entscheiden. Geht es nach den Mitgliedern der Power-to-X-Allianz, sollte über einen Zeitraum von fünf Jahren eine Kapazität von 1 GW ausgeschrieben werden. Von diesem am Markt und Wettbewerb orientierten Modell erhoffen sich die beteiligten Unternehmen "zusätzliche technologische Lernkurven und Skaleneffekte".
Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW), macht sich für eine zügige Umsetzung des Markteinführungsprogramms stark. Wer an den Ausschreibungen teilnehmen wolle, müsse nachweisen, dass für die Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse ausschließlich grüner Strom zum Einsatz komme. Das müsse auch für weitere Schritte wie etwa die Methanisierung gelten.
Energiewende braucht Power to X
Auch Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands, sieht nun die Politik am Zuge. "Die Herausforderungen der Energiewende sind so groß, dass wir es uns schlichtweg nicht leisten können, auf vielversprechende Technologien wie Power to X zu verzichten." (amo)
