Das neue Konzept der Heizungsmodernisierungsaktion "Raustauschwochen" wird seit 1. September von Rheinenergie in Köln in einem dreimonatigen Pilotprojekt erprobt.

Das neue Konzept der Heizungsmodernisierungsaktion "Raustauschwochen" wird seit 1. September von Rheinenergie in Köln in einem dreimonatigen Pilotprojekt erprobt.

Bild: © Zukunft Erdgas/M. Setzpfandt

Die Brancheninitiative Zukunft Erdgas läutet die 5. Runde ihrer Heizungsmodernisierungsaktion "Raustauschwochen" ein. Der offizielle Startschuss der Aktion, die den Heizungstausch hin zu emissionsarmer Gasheiztechnik belohnt, fällt am 1. März 2021, teilte Zukunft Erdgas in einer Presseerklärung mit.

Die nordrhein-westfälische Rheinenergie teste bereits seit dem 1. September das neuartige Konzept im Rahmen eines dreimonatigen Pilotprojekts in ganz Köln sowie dessen Umland, berichtet die Brancheninitiative. Marketingseitig werde die Kampagne von zahlreichen namhaften Heizgeräteherstellern unterstützt.

Konzept grundlegend überarbeitet – mehr als eine Prämie

Gegenüber der Modernisierungsaktion der Vorjahre sei das Konzept der "Raustauschwochen" grundlegend überarbeitet worden. Modernisierer, die sich für effiziente Gas-Heiztechnologien entscheiden, erhielten nun nicht mehr pauschal eine Prämie in Höhe von 200 Euro.

Stattdessen fungierten die "Raustauschwochen" als Kampagnen-Dach für das gesamte Förderportfolio der teilnehmenden Energieversorger – ob abgesenkter Preis für den Hausanschluss, Ölwechselprämie, Bonus für den Gasliefervertrag oder individueller Rabatt in Kombination mit der staatlichen Förderung.

Mitwirkung der Stadtwerke und Energieversorger im Fokus

"Über die Hälfte der in Deutschland installierten Heizungen sind technisch veraltet und verbrauchen zu viel Energie. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, muss die Modernisierungsrate daher schnellstmöglich gesteigert werden", wird Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) zitiert.

Um dieses Ziel zu erreichen, seien auch in diesem Jahr bundesweit Stadtwerke und Energieversorger dazu aufgerufen, an den Raustauschwochen mitzuwirken, um möglichst viele Heizungsmodernisierungsprojekte zu begleiten. Neben der Rückgewinnung von Bestandskunden profitierten Energieversorger von einer bis zu 25 Prozent höheren Neukundengewinnung.

Auch Vorteile für das Handwerk

Und auch für das Handwerk böten die "Raustauschwochen" einige Vorteile. Zum einen generiere die Aktion – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der L-H-Gas-Umstellung – Kundenkontakte in der Region, die in Kooperation mit den mitwirkenden Heizgeräteherstellern sowie den SHK-Partnern zur umfassenden Beratung und Neukundengewinnung genutzt werden könnten.

Zum anderen erhielten Handwerker alle notwendigen Informationen zum jeweiligen Modernisierungsprojekt gebündelt von den Energieversorgern bzw. Geräteherstellern vor Ort.

Auch Weishaupt unterstützt nun die Aktion

"Zusammen mit den teilnehmenden Energieversorgern, den Heizgeräteherstellern sowie dem Handwerk verleihen wir Klimaschutz in den eigenen vier Wänden einen Schub", erklärt Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas. "Dazu müssen wir jetzt alle an einem Strang ziehen. Denn die Wärmewende kann nur als Gemeinschaftsprojekt gelingen. Effiziente Gasheiztechnik, die zunehmend mit grünem Gas betrieben werden kann, spielt dabei eine Schlüsselrolle."

Unterstützt werden das Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen sowie die Raustauschwochen 2021 durch die Gerätehersteller Bosch Junkers, Brötje, Buderus, Elco, MHG, Remeha, Vaillant, Viessmann und Wolf. Zudem konnte erstmals auch Weishaupt für die Aktion gewonnen werden, teilte Zukunft Erdgas mit. (hcn)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper