Die Stadtwerke Schramberg werden wohl auch in den nächsten Jahren das Erdgas für die städtischen Gebäude der Stadt Schramberg (Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg) liefern. Das geht aus einer Vorlage des zuständigen Ausschusses im Gemeinderat hervor. Der zunächst siegreiche Bewerber, Envitra Wien, habe sein Angebot nicht aufrechterhalten, schreibt die "Neue Rottweiler Zeitung".
Laut den gültigen Vergabevorschriften seien Dienst- und Lieferleistungen ab einem Auftragswert von netto 428.000 Euro europaweit auszuschreiben, heißt es in der Vorlage des Ausschusses für Umwelt und Technik. Dies träfe für die Lieferung von Erdgas für die Stadt Schramberg zu. Der voraussichtliche Auftragswert über einen Lieferzeitraum von vier Jahren werde auf rund 860.000 Euro geschätzt.
Von vier Bewerbern scheiden zwei aus
Die Stadtverwaltung habe das Ingenieur-Büro EMS Energieconsulting beauftragt, die Grundlagen für die Ausschreibung zu ermitteln, diese vorzubereiten und in einem offenen Verfahren durchzuführen, heißt es in der Lokalzeitung weiter. Daraufhin hätten vier Anbieter ihre Gebote eingereicht. Bei der anschließenden Wertung habe das Büro ein Angebot wegen fehlender Leistungsfähigkeit ausgeschlossen.
Das zweitbeste Angebot, das der Envitra, habe das Büro ebenfalls ausgeschlossen, weil das Unternehmen fehlende Informationen nicht nachgereicht hatte. Der Energieversorger aus Wien habe sich "nach reiflicher Überlegung" entschieden, die Fragen zu Umsätzen nicht zu beantworten. Damit sei Envitra automatisch aus dem Wettbewerb ausgeschieden.
Vertragsverlängerung möglich
Als drittgünstigstes Angebot blieb das der Stadtwerke Schramberg mit 410.662,74 Euro. Die Verwaltung habe dem Ausschuss nach Angaben der "Neuen Rottweiler Zeitung" vorgeschlagen, der Auftrag über die Gaslieferungen für die Jahre 2021/22 zu vergeben. Dabei bestehe die Option, diesen Vertrag um zwei weitere Jahre zu verlängern. (jk)



