Das Bundesforschungsministerium macht Druck, dass eine ambitionierte nationale Wasserstrategie endlich auf den Weg kommt.

Das Bundesforschungsministerium macht Druck, dass eine ambitionierte nationale Wasserstrategie endlich auf den Weg kommt.

Bild: © Thomas/AdobeStock

Das vom Bundeswirtschaftsministerium ins Leben gerufene Forschungsnetzwerk Wasserstoff hat seine Arbeit aufgenommen. Zum Start fand eine digitale Auftaktveranstaltung mit weit über 1000 Teilnehmern statt. „Mit dem Netzwerk wollen wir verschiedene Akteure an einen Tisch holen und deren Blickwinkel zusammenbringen“, erläuterte Oda Keppler, Unterabteilungsleiterin für Nachhaltigkeit und Zukunftsvorsorge im Bundesforschungsministerium, den Hintergrund des Projekts. Es werde dabei auch darum gehen, Lücken und weiße Flecken aufzuzeigen, die es dann zu schließen gelte.

Klaus Bonhoff, Abteilungsleiter für Grundsatzangelegenheiten im Bundesverkehrsministerium, äußerte die Hoffnung, mithilfe der Arbeit des Forschungsnetzwerks zu einer Effizienzsteigerung und Kostenredaktion beim Wasserstoff zu kommen. Es brauche neue Erkenntnisse, die man dann unmittelbar in die Praxis umsetzen könne.

Herdan: Einzigartige Form der Zusammenarbeit

Ähnlich äußerte sich Thorsten Herdan, Abteilungsleiter für Energiepolitik, Wärme und Effizienz, im Bundeswirtschaftsministerium. Für ihn stehe die Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt. Deutschland werde wegen seiner guten Zusammenarbeit zwischen der Politik, der Wirtschaft und der Wissenschaft von vielen Ländern beneidet, betonte er mit Blick auf das neue Netzwerk. Er hoffe, dass der Transfer der Wasserstofftechnologien in den Markt so beschleunigt werde.

Das Forschungsnetzwerk Wasserstoff wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Wegen der sektor- und ressortübergreifenden Bedeutung des Themas Wasserstoff sind zudem das Verkehrsministerium sowie das Forschungsministerium beteiligt.

Konsultationsprozess startet

Mit der Auftaktveranstaltung startet auch der Konsultationsprozess zu Forschungsstrategien für Wasserstofftechnologien im 7. Energieforschungsprogramm. Mitglieder des Forschungsnetzwerks Wasserstoff können sich online an den Konsultationen für einen Förderaufruf des Bundeswirtschaftsministeriums beteiligen, der noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll. (amo)

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