350-450 Kilometer lang wäre die Wasserstoff-Pipeline von Esbjerg oder Holstebro in Dänemark nach Hamburg in Deutschland.

350-450 Kilometer lang wäre die Wasserstoff-Pipeline von Esbjerg oder Holstebro in Dänemark nach Hamburg in Deutschland.

Bild: © Mike Benna/unsplash

Die Netzbetreiber Energinet und Gasunie haben eine Vor-Machbarkeitsstudie für den Transport von Wasserstoff über eine Pipeline von Esbjerg oder Holstebro in Dänemark nach Hamburg in Deutschland veröffentlicht. Die technische Studie soll zeigen, dass die 350-450 Kilometer lange Verbindung schrittweise und kosteneffizient durch die Wiederverwendung bestehender Gasleitungen hergestellt werden kann. Dies teilen die beiden Unternehmen in einer Presseerklärung mit.

Mit der Studie wollen die Gasnetzbetreiber demanch einen Marktdialog initiieren und das Exportpotenzial für grünen Wasserstoff aus Dänemark zu den Nachfragezentren in Deutschland erschließen. Dänemark verfügt über eine Fülle von erneuerbaren Energiequellen, heißt es. Dies betreffe insbesondere Offshore-Wind, welcher für die Produktion von grünem Wasserstoff genutzt werden könne.

Auf Importe angewiesen

Die Nachfrage nach Wasserstoff ist in Dänemark relativ begrenzt. Deutschland hingegen sieht ein erhebliches Nachfragepotenzial für Wasserstoff. Dieses ist höher als die Ziele für die erneuerbare Wasserstoffproduktion in Deutschland. Deutschland werde daher große Mengen an Wasserstoff importieren müssen, heißt es weiter.

Die Studie will zeigen, wie die Wasserstofftransportkapazität von Dänemark nach Deutschland schrittweise aufgebaut werden kann. Die erste Stufe des Netzes könnte ohne Verdichteranlagen realisiert werden, die einen großen Kostenparameter darstellen. Darüber hinaus könnten etwa 50-60 Prozent des Anschlusses durch die Wiederverwendung bestehender Gasleitungen realisiert werden, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.

Anschluss an Wasserstoffnetz

"Unsere gemeinsame Analyse zeigt, dass 10 bis 25 Prozent des zukünftigen deutschen Wasserstoffbedarfs über dieses geplante Netzwerk zwischen Dänemark und Deutschland importiert werden können", sagt Jens Schumann, Geschäftsführer von Gasunie Deutschland. Der Transport von Wasserstoff über ein eigenes Wasserstoffnetz könnte eine kosteneffiziente Lösung sein.

Der Wert der dänisch-deutschen Verbindung steige, wenn sie an ein größeres Wasserstoffnetz in Deutschland angeschlossen wird und so einen größeren potenziellen Markt erreicht. Laut dem deutschen Netzentwicklungsplan könnte Hamburg bereits im Jahr 2025 an ein südliches Wasserstoffnetz angeschlossen werden. (jk)

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