Diese Woche haben die Stadtwerke Flensburg den endgültigen Genehmigungsbescheid nach §16 Bundes-Immissionsschutzgesetz für ihr Projekt zum Neubau einer weiteren Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) -Kessel 13- erhalten. Damit kann alles wie geplant umgesetzt werden, wie die Stadtwerke mitteilen.
Es gab wie bei dem vorherigen Neubauprojekt "Kessel 12" keine Einwendungen nach der öffentlichen Auslegung der Unterlagen gegen das Bauvorhaben. Ein eigentlich vorgesehener Erörterungstermin, bei dem über Einwendungen gesprochen werden soll, fand gar nicht erst statt.
Bürger vertrauen den Stadtwerken
Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke, freut sich: "Das zeigt mir deutlich, dass Bürger, Politik und Verbände sowie die Träger öffentlicher Belange Vertrauen in unsere Arbeit haben."
Zwischenzeitlich hatten die Stadtwerke einen Antrag auf Erteilung einer Genehmigung zum vorzeitigen Beginn gestellt. Diese wurde am 06.04.2020 erteilt, so dass bereits dann schon mit den Gründungsarbeiten begonnen werden konnte. Diese werden voraussichtlich bis Mitte September abgeschlossen sein. Erste Fundamente können geschüttet werden und der Hochbau wird kurzfristig starten.
250 Mio. Euro kostet beide GuD-Anlagen
Mit den beiden erdgasbetriebenen GuD Kessel 13 und Kessel 12, die seit 2016 in Betrieb ist, investiert der Flensburger Energieversorger in zehn Jahren rund 250 Millionen Euro in den Kohleausstieg. Geht die neue GuD-Anlage Kessel 13 in Betrieb, werden vier von fünf Kohlekessel durch Erdgas ersetzt.
Die CO2-Emissionen werden bei gleicher Erzeugungsleistung um bis zu 40 Prozent reduziert. Der neue Kessel 13 wird mit einem Brennstoffnutzungsgrad von 93 Prozent sogar noch etwas leistungsfähiger sein als die schon sehr guten 92 Prozent des Kessel 12. Die Gasturbinen beider GuD-Anlagen sind zukunftssicher für die Mitverbrennung von grünem Wasserstoff geeignet. (gun)
