"Mehrere" Stadtwerke-Kooperationen haben sich bei der multilateralen Strom- und Gashandelsplattform Tender365 registriert. Das teilte ihr Co-Geschäftsführer Helmut Kusterer auf ZfK-Rückfrage mit. Anlass war der Start des Ausschreibungsgeschehens am Montag. Die Kooperationen hätten auch ein Interesse daran, sich an der gleichnamigen Betreibergesellschaft zu beteiligen. Ingesamt gebe es "mehr Anfragen als Plätze" für den Gesellschafterstatus. "Wir geben permanent neue Vertraulichkeitsvereinbarungen aus, und dies zu einem Zeitpunkt, an dem die Road-Show noch nicht begonnen hat", so Kusterer weiter. Zahlen kündigte er für die Zeit an, wenn die Tinte unter den Verträgen trocken sei. Was die Registrierungen als Handelsteilnehmer angeht, würden bis Jahresende 30 angestrebt.
Tender365 ist eine Plattform-Idee der EnBW-Tochter GVS. Sie hat sich zur Umsetzung mit der IT-Schmiede Exxeta und mittlerweile auch mit dem Chemnitzer Versorger Eins zusammengetan. Angestrebt ist ein paritätisches Beteiligungsmodell mit Unternehmen aus der Strom- und Gaswirtschaft, ausdrücklich auch von Wettbewerbern. Solche Namen, vor allem große, fehlen noch in der Gesellschafterliste. Ziel ist die schlanke, volldigitale Abwicklung auch komplexer und kleinster nichtbörslicher Strom- und Gasprodukte in agilen und in konventionellen Ausschreibungen, eher beschaffungsorientiert bei Stadtwerken und Industriebetrieben und eher absatzorientiert bei großen Erzeugern, Importeuren und Gas-Midstreamern wie GVS. (geo)

Ausschnitt aus einer Werbebroschüre von Tender365, einem Gemeinschaftsunternehmen von Gasversorgung Süddeutschland, Exxeta und Eins zum multilateralen Energiehandel.
Bild: © Tender 365
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