Die Ölpreise haben am Mittwoch an die Kursgewinne der vergangenen Handelstage angeknüpft. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostete zwischenzeitlich mehr als 48,50 US-Dollar und damit so viel wie seit März nicht mehr.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI). Dort stieg der Preis für ein Barrel zwischenzeitlich auf mehr als 45,50 US-Dollar. So hoch lag der Kurs letztmals Anfang März.
Hoffnung auf Impfstoff
Experten führen den leichten Aufschwung in den vergangenen Tagen auf mehrere Faktoren zurück: Da ist die Bekanntgabe eines neuen Impfstoffes und die damit verbundene Hoffnung an der Börse, die Corona-Pandemie schon im kommenden Jahr zum Großteil überwinden zu können. An der Börse in New York hatte der US-Leitindex Dow Jones Industrial am Dienstag erstmals die Marke von 30.000 Punkten geknackt.
Marktbeobachter verwiesen außerdem auf einen bevorstehenden Politikwechsel in den USA. Der gewählte Präsident Joe Biden hat bei der Vorstellung seiner Mannschaft für die Außen- und Sicherheitspolitik den Führungsanspruch der USA betont.
Gaspreis erholt sich etwas
Der 78-Jährige will wieder stärker auf die Unterstützung und Partnerschaft anderer Länder setzen. Das schürt Hoffnungen auf mehr konjunkturellen Rückenwind.
In vielen Lieferverträgen ist der Öl- an den Gaspreis gekoppelt. Deshalb gilt der Ölpreis als wichtige Kenngröße für den Gaspreis. Letzterer sackte Ende Oktober an der Börse deutlich ab, auf zwischenzeitlich um die 13 Euro pro Megawattstunde. In der vergangenen Woche erholte er sich aber etwas und liegt zurzeit bei um die 13,70 Euro.
Temperaturprognosen kühler als erwartet
Die Handelsabteilung der Stadtwerke Heidenheim führt diese Trendwende in ihrem jüngsten Energiemarktreport vor allem auf die angepassten Temperaturprognosen zurück. Die seien nach unten korrigiert wurden und fielen damit kühler aus als bislang erwartet, heißt es. Ferner werde die Nachfrage nach konventionellen Kraftwerken durch die geringere Erzeugung aus erneuerbaren Energien unterstützt.
Bullisher Ausblick
Die Stadtwerke Heidenheim erwarten für die nächste Zeit einen bullishen Gasmarkt. Ihr Ausblick für den Ölmarkt ist neutral. (ab/dpa)



